Die Burg Rundeck im Februar 2011

Der Weg hat mich mal wieder auf die Burg Rundeck über Erlingshofen geführt. Ein schöner Platz und interessant deswegen, weil die Stimmung wie bereits beim letzten Besuch mystisch war – der Himmel grau und nebelig und dazu eine auffällige Ruhe.

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Burg Rundeck im Februar 2011

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Geschichte
Auf dem „Schlossberg“, einer steilen Bergzunge bei Erlingshofen, standen in der Folge zwei Burgen, die drei verschiedene Namen haben. Die hochmittelalterliche Burg, auf die der ovale und vieleckige Grundriss der Anlage zurückgeht und von der noch Buckelquader im Innenbereich wahrzunehmen sind, war der Stammsitz der zuletzt reichsunmittelbaren Herren von Heideck und hieß Erlingshofen. Als die schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts aufgegebene Burg im Spätmittelalter neu erbaut wurde, bekam sie von den bayerischen Herzögen, deren Eigentum sie war, den Namen „Stossenberg“, der schließlich in Vergessenheit geriet. Der Ruine gab dann die Romantik den paradoxen Namen „Rundeck“.

Die Burg war im Osten, auf ihrer Angriffsseite, durch eine dreifache Grabenanlage mit Außenwällen, die Palisaden trugen, gesichert. Der innere der Halsgräben, der eine besondere Tiefe auf weist, lief als Ringgraben um die ganze Burg. Erhalten haben sich die Südwand des viergeschossigen Torturms, der durch eine Brücke erreichbar war, sowie der westliche Bering, der, wie der Mauerrücksprung anzeigt, einen Wehrgang besaß. Auf dem Wehrgang ist noch eine kleine Fensteröffnung vorhanden. Die quer durch die Mauer laufenden Löcher enthielten Hölzer, die einst das Baugerüst trugen und bei einer Instandsetzung erneut benutzt werden konnten. Die Wirtschaftsgebäude standen vor der Burg im Nordosten, auf einer vor dem Ringgraben angeschütteten Terrasse.

Die Sage berichtet, dass man auf den hohen Türmen der im Anlautertal gelegenen Burgen von einer zur anderen sehen konnte und von der Burg „Rundeck“ zur gegenüberliegenden Burg Brunneck über Altdorf ein Drahtzug gegangen sei, mit dem die Ritter, wenn ein Wagen oder Wanderer des Wegs kam, das Zeichen zum Raub gegeben hätten.
Südlich der Ruine und jenseits der Straße von Erlingshofen nach Niefang erstreckt sich auf dem „Kirchberg“ eine Abschnittsbefestigung mit einer dreifachen Graben- und Wallanlage, die aus der Vor-, vielleicht auch aus der Frühgeschichte stammen dürfte.

Burg Rundeck

1129 – 1169 Sitz der Edelfreien von Erlingshofen,
die sich auch von Arnsberg und später von Heideck nannten

1379 der „alte Burgstall“ (=Ruine) Zubehör
der bayerischen Herrschaft Arnsberg

1381 Neubau der Burg unter dem Namen „Stossenberg“ durch Paul Stosser

1388 Pfandbesitz der Schenken von Geyern

1481 Verkauf an das Hochstift Eichstätt

1504 unbewohnt und seitdem verfallen

1801 Auftreten der Bezeichnung „Rundeck“




 
 
Kategorien: Burgen/ Schlösser

Erstellt 10.02.2011 | Letztes Update 15.02.2013 | 2562 Aufrufe