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Hinterkaifeck heute

Hinterkaifeck war der Tatort eines bis heute nicht aufgeklärten Mehrfachmordes. Auf dem Einödhof, der 500 m südwestlich des Dorfes Gröbern (Oberbayern) lag und etwa sechs Kilometer von Schrobenhausen entfernt war, wurden in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1922 sechs Menschen bestialisch ermordet, indem man ihnen mit einer Reuthaue den Schädel einschlug.

Nun stellt sich die Frage, ob Hinterkaifeck ein kraftvoller Ort ist – ich persönlich lasse das unbeantwortet. Wegen des grauenvollen und dazu unaufgeklärten Verbrechens übt Hinterkaifeck auf jeden Fall eine schreckliche Anziehungskraft und gleichzeitig Abschreckung aus. Und dieses kollektive Gedächtnis, bzw. Gedenken gibt Hinterkaifeck in gewisser Weise dann doch Kraft. Zumindest ist es spürbar ein besonderer Ort, der die Menschen seit der schrecklichen Winternacht 1922 beschäftigt.

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1 Kommentar zu “Hinterkaifeck heute”

    Gravatar von Marie Marie 02. Jun 2011  

    Erstmal herzlichen Dank für diese insgesamt toll gestaltete Website, insbesondere über unsere Vorfahren aus der Bronze-, Urnenfelder- und keltischen Zeit.

    Speziell zu Hinterkaifeck:
    ich war im winterlichen Frühjahr 2010 dort und man konnte anhand der Schneedecke noch gut erkennen, wie der Gutshof einmal lag – es war in der Tat ein wenig schaurig im nebligen Schneetreiben dort herumzustapfen. Überall schienen Geistwesen herumzuwabern.

    Für mich ist der Mordfall geklärt mittels neuester Technik und Nachforschungen einer angehenden Polizistentruppe, allerdings sollte man Datenschutz und Bevölkerungsschutz respektieren.
    http://www.youtube.com/watch?v=IXa4COY0XoY
    (Anmerkung d. Red.: Link funktioniert leider nicht mehr)

    Für mich ist es zunächst auch kein Mordfall, sondern eigentlich eher ein aus Impuls u Jähzorn erfolgter Todschlag, der aus der Notwendigkeit, die Tat zu verschleiern und aus Wut über die “Brut”, zu den anderen – diesmal Morden – führte.
    Man bedenke, dass früher z.B. bei Hundezüchtern sog. Bastarde einfach getötet wurden …

    Was mich an diesem Ort anfiel war das Gefühl einer unendlichen Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit – eine unglaublich präsente traurige Energie, die sich entschuldigen wollte …
    Nachdem ich ein spezielles Ritual dafür ausführte, fühlte sich der Ort für mich wieder OK an – ja, es ist etwas schreckliches geschehen – aber es ist jetzt gut oder besser – versöhnt – und sollte respektiert werden, denn nichts auf der Welt, kann es ungeschehen machen.
    Dieser Ort ist kein Kraftort – er macht traurig.


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