Hoher Stein – die Vermessung

Nun habe ich mir bei meinem letzten Besuch den Hohen Stein bewusst angesehen und mit Kompass und Metermaß erfasst. Was für mich früher wahllos herumliegende Steine waren, wurde nun durch die Vermessung eine Felsgruppe mit interessanten Eigenschaften. Aber ist der Hohe Stein wirklich ein Sonnenheiligtum?

Vermessung Hoher Stein - Grundriss


Die Fakten
Für meine Erfassung habe ich die Steine des Hohen Stein durchnummeriert. Die beiden Steine 1 und 2 bilden zusammen mit dem kleinen Mittelstück das Kernstück der Anlage. Dieses Mittelstück, quasi das Herz der Hauptgruppe, liegt mit den Steinen 4, 5 und 6 exakt in einer Flucht. Und diese Linie liegt ca. 30° nach Ost von der Nord-Südachse abweichend.
Die zweite markante Linie ist die des Mittelstücks und den Steinen 1, 2 und 3, die ebenfals eine Flucht ergeben. Diese zweite Linie weicht um ca. 60° nach West von der Nord-Südachse ab. Das bedeutet –und ich konnte es gar nicht glauben- dass beide Fluchtlinien einen Winkel von 90° bilden – ein für die Natur ungewöhnlicher Zufall!

Wie es weitergeht
Hier muss ich Ralf Herold vom Projekt „Götterhand“ erst einmal ein herzliches Dankeschön aussprechen. Durch seine tatkräftige Hilfe wurde festgestellt, dass es sich um ein Sonnenheiligtum handeln könnte. Das einzige, was diese Vermutung zur Gewissheit werden lassen würde, sind Beobachtungen, was zur Zeit des Sonnenauf- und -untergangs, sowie mittags passiert. Erst wenn das ausgewertet wurde, stellt sich heraus, ob der Hohe Stein ein Sonnenheiligtum, wie z. B. Stonhenge oder der Sonnentempel von Teotihuacán, ist.




 
 
Kategorien: Felsen

Erstellt 26.04.2011 | Letztes Update 05.08.2015 | 3380 Aufrufe