Das keltische Zangentor in Kelheim

In der Spätlatènezeit (ca. 160-50 v. Chr.) lebten im Stadtgebiet von Kelheim und der näheren Umgebung keltische Stämme. Der antike Geograph Klaudios Ptolemaios (85-160 n. Chr.) überliefert in seiner „Geographikè Hyphégesis“ den Namen Alkimoennis für ein spätkeltisches Oppidum des 1. und 2. vorchristlichen Jahrhunderts, bei dem es sich wohl um Kelheim handelt. Das Oppidum hatte eine Innenfläche von 650 ha, das durch den Zusammenfluss von Altmühl und Donau und mit Hilfe mehrerer Kilometer langen, teilweise mehrfach erneuerten Mauern geschützt war. Alle Mauern errichtete man in der so genannten Pfostenschlitztechnik. Solche Mauern dienten nicht nur zum Schutz der Bevölkerung, sie unterstrichen auch das Ansehen der Bewohner jener Städte. Die äußere Mauer des Oppidums erstreckt sich über eine Länge von über 3 km und wurde im Laufe der Besiedlung drei Mal erneuert. Drei Zangentore waren die einzigen Zugänge durch diese Außenmauer.

Das Keltentor ist Station 3 des Archäologieparks Altmühltal (APA).

Keltisches Zangentor in Kelheim

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Erstellt 08.01.2012 | Letztes Update 15.02.2013 | 2128 Aufrufe