Das Osttor des Oppidums Manching

Das Osttor ist wie das Südtor, als Zangentor angelegt. Allerdings steht Modell des Osttores im Süden des Oppidums; sogar westlich des ehemaligen Südtores.

Osttor Oppidum Manching

Bei der Ausgrabung des Osttores im Winter 1962/ 63 kam eine 24 m lange Toranlage zutage. Diese bestand aus einer 12 Meter langen äußeren Torgasse, an die sich das eigentliche Torgebäude von ebenfalls 12 Metern  Länge anschloß. Die Torgasse war außen 14 Meter breit und verjüngte sich zum Torhaus hin auf eine Breite von 12 Metern.

Osttor Oppidum Manching Die gesamte Toranlage wies drei aufeinanderfolgende Bauperioden auf. Dabei wurden die beiden Erneuerungsbauten fast genau an derselben Stelle wie die Erstkonstruktion errichtet. Die Torwangenmauern der Periode 1 waren als Murus Gallicus gebaut, diejenigen der Periode 2 und 3 als Pfostenschlitzmauern. Das Torhaus war aus ca. 70 cm starken Eichenstämmen gezimmert worden und überdeckte die beiden Fahrwege, die in das Oppdium hinein- und wieder aus ihr herausfführten. Beim Neubau des zweiten Torgebäudes hatte man ein siebenjähriges Kind geopfert und unter der südlichen Durchfahrt bestattet.

Das Osttor der Periode 3 wurde durch Brand zertstört – wahrscheinlich in Zusammenhang mit dem feindlichen Angriff, der dem Oppidum um die Mitte des ersten vorschristlichen Jahrhunderts ein Ende bereitete.

Das Modell des Osttores zeigt den Versuch, die Toranlage darzustellen, wie sie aufgrund des Grabungsfundes ausgesehen haben könnte. Vom Torhaus sind die Pfostenstellungen und die Überdeckung der Durchfahrten gesichert. Die räumliche Gliederung des Obergeschosses und die Überdachung des Gebäudes sind nur zwei von mehreren denkbaren Rekonstruktionsmöglichkeiten.
Osttor Oppidum Manching

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Kategorien: Kelten

Erstellt 29.02.2012 | Letztes Update 15.02.2013 | 3189 Aufrufe