Musik: Thomas Gampfer und die Musik aus der Vergangenheit

Schon immer begleitet die Natur den Menschen mit ihren Geräuschen.

Nachbau der Trossinger Leier  von Thomas Gampfer
Thomas Gampfers Nachbau der Trossinger Leier

Und schon seit jeher haben sie in uns Emotionen ausgelöst. Zu Anfang unserer Kultur brachte der Mensch mit seinem Körper oder mit einfachen Gegenständen Klänge selbst hervor und formte diese Töne zu Musik. Diese Musik hat sich je nach Herkunft und Umfeld des Menschen in eigener Dynamik entwickelt und bringt bis heute unser Inneres zum Schwingen.

Funde aus dem 2.Jahrhundert vor Christus belegen, dass bereits keltische Druiden ihre Zuhörer mit dem reinen Klang ihrer Leier verzauberten. Dieses Instrument hat sich in der frühmittelalterlichen Leier in beinahe unveränderter Form bis heute erhalten und ermöglicht es, mit seinem Klang unser Inneres zu berühren und in längst vergangene Zeiten zu führen.

Thomas Gampfer
Die Fujara

 Eine andere, sehr archaische Musik ensteht durch Obertöne und erinnert an den Wind, der steinzeiliche Höhlen mit geheimnissvollen Tönen füllt. Vom mongolischen Obertongesang bis zur modernen Klangtherapie können wir heute die Wirkung dieser Frequenzen erspüren. Auch die Obertöne der Fujara, einer slowenischen Hirtenflöte durchdringen uns seit dem Mittelalter mit der Kraft der Landschaft, des Wetters, der Jahreszeiten.

Solche Instrumente – handgemacht und intuitiv gespielt – lassen Töne aus einem uralten Naturinstinkt in die moderne Zivilisation hineinklingen und bringen unser Inneres zum Schwingen.

…öffne deine Sinne
Spür deine Wurzeln…
spür den Ort wo Sonne ruht

Ein interessanten Artikel über Thomas Gampfer und seine Arbeit als Leierbauer findet man »hier im Donau Kurier.

“WO SONNE RUHT”
Thomas Gampfers CD So der Titel der neuen CD von Thomas Gampfer. Eine ausführliche Hörprobe gibt es  hier »auf  YouTube.

Diesmal ist nicht nur die “alte Leier” zu hören, sondern verschiedene Instrumente und Klangkörper wie z.B. Fujara, Hang,Trommel, Didgeridoo, Calimba, auch die mystische Stimme eines Druiden. Bei einigen Stücken haben Christian Sendtner und Sesa mitgewirkt. Auch Naturgeräusche aus meiner Umgebung sind eingewoben, unter anderem ein Gewitter, eine Amsel im Duett mit der Leier oder das langsam fließende Wasser der Schambach.

Die 22 Stücke sind wieder aus dem Bauch raus gespielt ohne Vorgaben von Stilrichtungen, um der Phantasie freien Lauf zu lassen. Darum auch der Titel, der sich nicht nur auf den Planeten Sonne bezieht, sondern auf die verborgenen Orte in uns, wo unsere eigene Sonne ruht.




 
 
Kategorien: Allgemein

Erstellt 24.06.2012 | Letztes Update 21.01.2014 | 5213 Aufrufe