Ausstellung: „Roms unbekannte Grenze: Kelten, Daker, Römer und Vandalen im Norden des Karpatenbeckens“

Kelten Römer Museum ManchingWo sie einst auftauchten, geriet die Welt aus den Fugen. Denn den Vandalen eilte ein schrecklicher Ruf voraus; wie heute noch ein Sprichwort besagt: Plündern, Brandschatzen und Zerstören soll diesem Volksstamm das liebste gewesen sein.

Seit 7. Juli 2012 zeigt das Kelten Römer Museum Manching bis 17.02.2013 eine Sonderausstellung mit dem Titel „Roms unbekannte Grenze: Kelten, Daker, Römer und Vandalen im Norden des Karpatenbeckens“.

Neben den archäologischen Hinterlassenschaften der Kelten, der Römer und der in mehreren Kriegen besiegten Daker werden auch Funde des germanischen Stammes der Vandalen aus dem Norden des heutigen Rumäniens den Museumsbesuchern gezeigt. Die meisten dieser Objekte wurden noch nie in Deutschland gezeigt.

Jetzt kommen die Vandalen nach Manching – zumindest in das Kelten- und Römermuseum. Die Mehrzahl der Funde wurde noch nie in Deutschland, zum Teil sogar noch niemals außerhalb Rumäniens oder Ungarns den Museumsbesuchern präsentiert

Neben den archäologischen Hinterlassenschaften der Kelten, der Römer und der in mehreren Kriegen besiegten Daker werden auch Funde des germanischen Stammes der Vandalen aus dem Norden des heutigen Rumäniens den Museumsbesuchern gezeigt.

Die Ausstellung ist enstanden aus der intensiven Zusammenarbeit des Kelten- und Römermuseums Manching mit den rumänischen Museen in Satu Mare (Sathmar), Baia Mare (Frauenbach) und Alba lulia (Karlsburg)“,. Schon seit den 1990er Jahren, also noch lange vor der Eröffnung des Manchinger Museums, werden dorthin enge wissenschaftliche Kontakte unterhalten.
Bedeutende Funde steuern ferner die Museen in Carei (Groß-KaraI), Cluj (Klausenburg) und Zalau (Zillenmarkt) sowie im ungarischen Nyiregyhaza zur Ausstellung bei, die den Zeitraum von 400 vor bis 400 nach Christus umfasst. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf eine historisch bedeutsame Region im Karpatenbecken zu lenken, die einst zu den historisch interessantesten Grenzregionen des Römischen Weltreiches gehörte. Gezeigt werden unter anderem spektakuläre Kriegergräber, die hochgestellten Kelten, Daker und Vandalen zugeordnet werden.

Der Besucher bekommt ferner kunstvoll gestaltetes Gold und Silber der Daker zu sehen. Der antike Edelmetallreichtum des heutigen Siebenbürgens weckte einst die Begehrlichkeiten der Römer, die das Dakerreich erst nach mehreren verlustreichen Kriegen Anfang des 2. Jahrhunderts unterwerfen konnten. In einem direkten Zusammenhang mit den Dakerkriegen des römischen Kaisers Trajan werden übrigens auch die beiden Wracks römischer Flusskriegsschiffe aus dem Manchinger Oberstimm gesehen, die zu den absoluten „Highlights“ der Ständigen Ausstellung des Kelten- und Römermuseums gehören. Damit wird für die Besucher aus dem Donauraum, bei dem es sich als Limes-Region bekanntlich ebenfalls um eine Grenzzone des Römischen Reiches handelte, die Betrachtung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Grenzsituationen aufschlussreich sein. Dass darüber hinaus auch bereits in vorrömischer Zeit (zur zeit der Kelten) unmittelbare Kontakte zwischen den beiden mehr als 1000 Kilometer entfernt voneinander liegenden Gebieten bestanden, will die Ausstellung an ausgewählten Funden aus dem Oppidum in Manching und aus Nordost-Ungarn und Nordrumänien veranschaulichen.




 
 

Erstellt 09.07.2012 | Letztes Update 01.03.2013 | 3359 Aufrufe