Der unheimlich Teufelsgraben bei Prackenfels

Die geheimnisvolle, sagenhafte Schwarzach beherrscht schon ungezählte Jahrtausende das Tal südlich von Prackenfels. Die Prethalmühle aus dem 14 Jhd. belegt eindrucksvoll, dass das Wasser schon immer dort war. Das ist auch die Gegend des Teufelsgrabens, der bezeichnenderweise zwischen dem Heiligenholz und der Marterslohe liegt. Sagen und Mythen schienen hier das Leben der Menschen von jeher zu bestimmen, was sich an den Namen wie Teufelskirche, Teufelshöhle und eben dem Teufelsgraben unschwer erkennen lässt.

Teufelsgraben Der besagte Teufelsgraben läuft absolut unscheinbar aus einer Klamm und wirkt recht harmlos; das ändert sich aber noch, wenn man ihn (bei wenig Wasser) hinauf läuft. Durch weite Brennesselfelder geht es erst einmal an den Bach. Angriffslustige Insekten stürzen sich auf den Besucher und versuchen, im Einhalt zu gebieten. Die Seiten der Klamm wachsen immer höher heinauf und werden immer enger. Die Flora wird immer urtümlicher – umgestürzte, stark vermooste Bäume liegen quer, als wollten sie den Besucher von einer weiteren Begehung abhalten. Die Schritte sind teilweise schwer, denn man bricht in vermodertes Holz ein oder stapft durch den tiefen Sand des Baches.

Die ganze Szenerie wirkt leicht morbide, aber wenn man das Ende des Klamm erreicht, bricht das Finale los. Schwere Steine, von denen einige wie Opfersteine wirken, liegen wahllos im herum und scheinen so, als wären sie von den steilen Wänden herabgeworfen worden. Vermoderndes Holz erfüllt die Luft mit einem Geruch der Vergänglichkeit, Mücken stürzen sich auf den Besucher und das ganze Flair ist mystisch und geradezu unheimlich. Hier erlebt man, warum der Teufelsgraben seinen Namen trägt!

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Teufelsgraben
Teufelsgraben

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Kategorien: Geotope, Natur

Erstellt 31.07.2012 | Letztes Update 22.02.2013 | 2431 Aufrufe