Es geht wieder weiter!

2012 war mit Kraftvolle Orte ein anstrengendes, zehrendes Jahr und ich habe deswegen auch eine absolut notwendige »kreative Pause eingelegt. Darauf gab es von Euch liebe und sehr inspirirenden Zuschriften, für die ich mich sehr bedanken möchte. Sie waren ausnahmslos positiv, haben mich in dem, was ich mache, bestätigt und lieferten mir wertvolle Gedankenansätze, die ich gerne angenommen habe.

Die Auszeit begann erst einmal damit, dass ich gar nichts mehr gemacht habe – einfach gar nichts. Das war schwer durchzuhalten, aber tat absolut gut! Nach einiger Zeit bin ich dann in mich gegangen, um zu ergründen, was mich genau an der Situation stört und wie ich es ändern kann. Es war nämlich nicht nur die fehlende Motivation und Kraft, sondern auch eine ziemliche Unzufriedenheit mit dem Ist. Ich kam zu dem (in diesem Moment überraschenden) Ergebnis, dass es keinen Grund gibt, unzufrieden zu sein, sondern dass es meine Einstellung zu den Dingen und meine Erwartungen waren, die mir die Kraft geraubt hat. Also war es nicht nur eine Arbeit an der Seite und ihren Umständen, sondern auch eine Arbeit an mir!

Ich habe die Punkte, die mich belastet haben, nach intensiven Überlegungen erkannt und für die Zukunft mir nun einige grundlegende Regeln aufgestellt, die ich leben möchte, damit soetwas nicht mehr passiert:


Ich schreibe für mich – und nur für mich
Das klingt hart, aber lasst es mich erklären. Meine „Karriere“ hier begann so, dass ich Ausflüge zu kraftvollen Orten gemacht habe und die Bilder danach quasi als „Zweitverwendung“ auf Kraftvolle-Orte veröffentlicht habe. Ich habe also für mich geschrieben und wollte nebenher meine Besucher daran teilhaben lassen! Diesen Gedanken muss ich mir wieder in Gedächtnis rufen und leben! Der Erfolg der Seite (und sie ist ein Erfolg!) hat mich in immer kürzeren Zeiträumen Beiträge veröffentlichen lassen, um meine Besucher zu versorgen und hat mich diesen Grundsatz aus den Augen verlieren lassen.

Ich genieße die kraftvollen Orte so lange ich mag
Durch das immer schnellere Veröffentlichen von Beiträgen, kam der persönliche Genuß der kraftvollen Orte zu kurz und ich vernachlässigte meinen ersten Grundsatz. Nur wenige Orte kamen gegen mein Verhalten an. Deswegen werde ich in Zukunft wieder so lange auf die Kraftorte eingehen, wie ich es persönlich für nötig empfinde. Nicht die Zeit ist das Kriterium, sondern die Qualität. Also gibt es keine Listen mehr, die ich auf einem Ausflug abarbeiten werde!

Jeder eizelne Besucher ist eine Belohnung meiner Arbeit
Mein Streben mit Kraftvolle-Orte war immer nach noch mehr Besuchern und nachdem das nicht in dem Maße geschah, wie ich es erwartete, wurde ich unzufrieden. Ich werde mir deswegen immer vor Augen halten, dass jeder einzelne Besucher eine Belohnung meiner Arbeit ist und ich froh darüber sein darf – und ich bin es absolut! Schließlich haben sich sehr intensive persönliche Kontakte durch meine Arbeit hier ergeben, über die ich sehr froh bin und die ich nicht mehr missen möchte.

Ich kümmere mich nur um eine Sache
Sicher ein Punkt ist auch, dass ich (was man nach außen nicht gesehen hat) viele Projekte gleichzeitg begonnen und durchgeführt habe. Ich werde mich jetzt nur noch auf eine große Sache konzentrieren, weil dann mehr Zeit bleibt – und dadurch auch mehr Kraft! Schließlich will die Seite ja auch noch in Jahren gefüttert werden.

Ich bekomme das Feedback, das ich verdient habe
Es war immer ein großer Wunsch, dass ich in Dialog mit meinen Besuchern trete und mehr persönliches Feedback bekomme; besonders auf Facebook. Das klappte aber nicht in dem Maße, in dem ich es erwartete – Ihr seht, wieder einmal meine Erwartungshaltung! Allerdings scheint mir Facebook auch nicht unbedingt das geeignete Medium dafür. Aber der Gedanke ist doch: selbst wenn ich nun mehr Feedback über meine Seite bekommen würde, fehlte mir manchmal jetzt schon die Zeit, zeitnah darauf zu antworten, also wäre mehr Feedback noch schwerer zu bewältigen. Also nehme ich es so wie es konmmt (aber freue mich natürlich darüber, wenn ich mehr Zuschriften bekommen würde); aber alles in allem ist es gut so wie es ist!

Reich werden ist schwer
Ein letzter wunder Punkt bei mir sind die Kosten, die bei meiner Arbeit entstehen. Ich hätte mich gefreut, wenn ich gelegentlich den ein oder anderen »Euro gespendet bekommen hätte, ohne dabei betteln zu wollen. Dem Einzelnen täte es nicht weh, aber die Summe einen guten Beitrag zur Eindämmung der Kosten geliefert. Das hat aber nicht funktioniert. Es ist so wie es ist, nehme es somit an und habe deswegen meine Besucher als „Ausgleich“ gebeten, mir eine »Postkarte zu schicken. Alles ist auch hier gut!

Ich entschleunige mich
Dank der modernen Kommunikationsmöglichkeiten (Smartphone, Tablet) hat man jederzeit die Möglichkeit, das Geschehen auf der eigenen Seite und Facebook zu überprüfen. Aber muss man das auch wirklich? Ich habe relativ stabile Zugriffszahlen, deren Überwachung via Smartphone nicht jede Stunde sein muss – es reichen dreimal am Tag (und das ist noch viel…). Mein Vorsatz ist also, auch hier mein Leben zu entschleunigen und nicht mehr immer online zu sein. Mein Leben findet hier und nicht in einem Hightech-Kästchen statt!

Die Zukunft
Solltet ihr nach meinen Ausführungen eventuell Zweifel an der Qualität meiner geschriebenen Beiträge haben, so kann ich Euch beruhigen: Ich habe in der Vergangenheit immer mit ganzem Herzblut geschrieben und wären die Beiträge (trotzdem) nicht so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe, wären sie auch nicht online gegangen.

Ihr seht, dass meine Situation auch stark mit dem Persönlichen verknüpft ist. Allein das Erkennen der mich belastenden Punkte hat dazu geführt, dass es mir besser geht, aber nun am Ende meiner Auszeit fühlt sich alles so richtig gut. Wenn ich jetzt noch das alles beherzige, was ich mir erarbeitetet habe, kann nichts mehr passieren. Mit Gelassenheit, in Ruhe, ohne fordernde Erwartungshaltung und auf mich konzentriert blicke ich zuversichtlich in die Zukunft!

Und noch etwas: Ich dachte wirklich nicht, dass Kraftvolle-Orte irgendwann ein Teil meiner persönlichen Entwicklung sein würde, aber es ist wunderbar, dass es so ist. So gehe ich nun frisch gestärkt meinen Weg weiter! Viele Dank für Euer Verständnis, Unterstützung und Anteilnahme!




 
 
Kategorien: Blog intern

Erstellt 04.02.2013 | Letztes Update 02.03.2013 | 5505 Aufrufe