Meine Besuche bei den Kelten

Welt der Kelten - Zentren der MachtAm Samstag, den 02.02.13, war ich in Stuttgart und habe die »Ausstellung „Die Welt der Kelten“ besucht. Für mich (und jeden Keltenfan) ist das einfach ein Pflichttermin, denn selten bekommt solch kostbare und beeindruckende Exponate auf einem so gebündelt zu sehen. Die gesamte Ausstellung besteht aus den beiden Teilen „Zentren der Macht“ (Altes Schloss) und „Kostbarkeiten der Kunst“ (Kunstgebäude Stuttgart). und ist ideal im Zentrum der Stadt gelegen.

Als ich mittags an der Ausstellung „Kostbarkeiten der Kunst“ erwartete mich ein sehr lange Menschenschlange, von der es hieß, dass es bis zum Einlass zwei Sunden dauern würde. Die „Zentren der Macht“ interessierten mich deutlich mehr, so dass ich dort den Eintritt mit einer halben Stunde Wartezeit deutlich moderater war.

Als ich mich mit sagenhaften Menschenmassen in den Ausstellungsräumen befand, war der einzige Besucher ohne Audioguide. Abgesehen davon, dass es mir zu mühsam gewesen wäre, sich dauernd eine Art Telefon ans Ohr zu halten, bin ich ein visueller Mensch und schaue, was mir die Gegenstände erzählen. Der wichtigste Punkt war allerdings, dass ich es spüren und mit der besonderen Atmosphäre verbinden wollte.

Irgendwann kam ich an eine kleine Ausstellungsinsel zum Thema „Salz und Kelten“. Übersichtlich, aber dennoch detailliert, wurden die Kelten und der Salzabbau im Großraum Hallein behandelt (sehr ausführlich findet man es dagegen im »Keltenmuseum Hallein. Dort zu stehen war für mich ein extrem kraftvoller Moment, bei dem ich ein sehr vertrautes Gefühl hatte. Ich habe aufgehört, das zu erklären zu versuchen, sondern nehme es einfach an. Ich habe mich aber früher schon gefragt, warum die Gegend um den Untersberg, Berchtesgaden und Hallein eine so große Anziehung auf mich ausüben.

Etwas Ähnliches wird mir immer im Gedächtnis bleiben. Als ich das erste mal das »Kelten Römer Museum Manching betrat, hatte ich eine Art Déjà-vu. Alles war mir so unbeschreiblich vertraut und als ich die ersten Exponate wie Fibeln, Messer, Spangen etc. bestaunte, musst ich ziemlich weinen. Nichts von den Stücken hatte ich vorher bereits gesehen und es gab keinen Grund für mich, so zu reagieren.
Mittlerweile hat sich das bei meinen Museumsbesuchen dort gelegt, aber eine starke Ergriffenheit und Verbundenheit kann ich noch immer spüren.

Fazit
Ich habe schon ein tiefes, aber auch ungewöhnliches Verhältnis zu den Kelten und allem, was damit zu tun hat. Manchmal mache ich mir darüber Gedanken, lasse es dann aber wieder sein und setze stattdessen ein kleines Puzzleteil nach dem anderen zusammen…

…und noch was
Ursprünglich hatte ich vor, mir gleich nach der Eröffnung die Ausstellung anzusehen und mit Bildern darüber zu berichten. Das habe ich dann verworfen und hatte auch einen Grund. Ich wandte mich nämlich an die Pressestelle mit der Bitte um eine Freikarte (Presse), was angelehnt wurde. Bei Vorlage eines Presseausweises wäre der Eintritt zwar frei gewesen, aber ich habe keinen „offiziellen“ Presseausweis. Das was ich dagegen habe, ist eine perfekte Zielgruppe und mit meinem Blog bin ich auch ein idealer Multiplikator. Lange war meine Seite bei Google besser gerankt als die offizielle Webseite, so dass es sich sicher für die Veranstalter gelohnt hätte. Der wollte aber nicht – und ich war bockig 🙂




 
 
Kategorien: Kelten, Veranstaltungen

Erstellt 06.02.2013 | Letztes Update 14.03.2013 | 3298 Aufrufe