Kraftvolle Orte rund um Hechlingen

Erste gesicherte Funde einer Besiedlung stammen bereits aus der Mittel- und Jungsteinzeit, aus denen eine ausgedehnte Höhensiedlung am Roten Berg existiert. Während aus der Urnenfelderzeit kaum Spuren zu finden sind, zeugen aus der Hallstattzeit über 60 Gräber von einer weiteren frühen Besiedlung. Später steht die Region unter dem Einfluß der Kelten. Um die dichtbewaldeten Hänge beiderseits der westlichen Rohrach ranken sich Sagen und schaurige Geschichten und mit dem „Hohlen Stein“ und der „Blutrinne“ werden gar eine Druidenschule und eine keltische Opferstätte verbunden. Auf dem heutigen Schloßberg südlich von Hechlingen ist die Ruine der mächtigen Burganlage „Stahelsberg“ überkommen, deren erste Nennung von 1197 stammt. Eine weitere Ruine, die Katharinenkapelle und ehemalige oettingische Wallfahrtskirche (wohl vor 1450), steht als weithin sichtbares Wahrzeichen im Osten hoch über Hechlingen.

Burgruine Steinhart Südwestlich von Hechlingen befindet sich in Steinhart eine gut erhaltene Burgruine. Diese ist von der Anlage her sehr ausgeprägt und von der Burg an sich steht noch nahezu alles Umrahmt von einem tiefen Halsgraben, diversen vorgelagerten Wällen und einer weitläufigen Vorburg ist sie ein sehr kraftvoller und beeindruckender Ort.
Beitrag Burgruine Steinhart

Katharinenkapelle Hechlingen Auf dem östlich liegenden Kapellenberg über Hechlingen am See, steht deutlich sichtbar die Ruine der Katharinenkapelle. Sehr beeindruckend ist die schlichte Ausstattung der Kirche; die Ruinenreste, ein Kreuz und wenige Bänke. Das reduziert einen Kirchenbesuch auf das Wichtigste, nämlich den Glauben – nicht abgelenkt von Gold und pompöser Symbolik. Und der stete Wind erinnert einen an die Verbundenheit mit der Natur.
Beitrag Katharinenkapelle

Burgruine Stahelsberg Südlich von Hechlingen liegt die Burgruine Stahelsberg auf dem Schlossberg Hechlingen. Man betritt die weitläufige Hochfläche des Burgstalls, wo einst die Burg seit dem 13. Jhd. stand und ist beeindruckt. Steil abfallende Flanken, deutliche Überhöhungen, wo einst die Mauern standen, ein sehr gut erhaltenes Fundament der ehemaligen Burgkapelle und eine Flora, die daraus einen stimmungs- und kraftvollen Ort macht. Bestens geeignet, um zur Ruhe zu kommen und dem Rauschen der Blätter zuzuhören
Beitrag Burgstall Stahelsberg

Die Blutrinne bei Hechlingen Nicht weit entfernt von der Burgruine Stahelsberg, liegt (östlich des Enduroparks) die „Blutrinne”. Sie ist ein eineinhalb Meter langer und 30 Zentimeter breiter Stein und wird mit einem keltischen Heiligtum in Verbindung gebracht Der Sage nach sollen hier Menschen geopfert worden sein. Der Stein ist in der Tat etwas Besonderes und wenn er wirklich schon seit vielen Jahrhunderten so aussah, kann man das mit der Opferstätte glauben. Er ist auf jeden Fall sehr beeindruckend und wenn man dort zur Ruhe kommt, auch kraftvoll.
Beitrag Die Blutrinne

Ringwallanlage Gelbe Bürg Nordöstlich von Hechlingen, bzw. Heidenheim, liegt die Ringwallanlage “Gelbe Bürg” (Gelber Berg). Mitten in der Landschaft steht ein nahezu gelber Berg, auf dem sich eine vor- und frühgeschichtliche Siedlungen befanden. Die Besiedlung erfolgte frühestens ab der Jungsteinzeit, verstärkt ab der Urnenfelderzeit (10.–8. Jhd.). Das fast ebene (und sehr windige) Plateu ist durchzogen von tiefen Gräben, Mulden und Vertiefungen; aufgebrochene Mauerreste und bizarre Bäume gebendem Ganzen einen mystischen Gesamteindruck.
Beitrag Ringwall Gelbe Bürg

Hohler Stein Hechlingen Der Hohle Stein südlich von Hechlingen liegt gegenüber der Burgruine Stehelsberg und in einem geologisch sehr interessanten Gebiet. Die seit Jahrtausenden nagende Witterung hat dem Felsstock ein sehr charakteristisches Aussehen gegeben und die Sage, dass es sich dort um einen heidnischen Ort und Treffpunkt für Druiden gehandelt hat, verleiht dem Felsen und der Höhle ein mystisches Flair. Ein absolut anziehender und geheimnisvoller Ort, der Hohle Stein!
Beitrag Hohler Stein Hechlingen

Weitere kraftvolle Orte – Steinerne Rinnen rund um Heidenheim
Wer sich für Steinerne Rinnen interessiert, sollte unbedingt die Gegend um Heidenheim besuchen. Dort befinden sich auf engem Raum gleich 6 der 12 in Bayern registrierten Steinernen Rinnen. Aber nicht nur die findet man dort, sondern auch eine Vielzahl an Quellen, die zwar noch keine Steinernen Rinnen sind, aber auch kalkhaltiges Wasser führen. Sie stehen ganz am Anfang und man sieht, dass sie bereits Kalkterassen bauen und in vielen Jahrhunderten eine Steinerne Rinne bilden werden.

Steinerne Rinnen sind sehr seltene geologische Geotope und sind in Deutschland sehr selten. Voraussetzungen ist sehr kalkreiches Wasser, bei dem in einer chemischen Reaktion mit Sauerstoff durch Entzug von Kohlendioxid wieder Kalk entsteht. In Deutschland kommen diese Steinernen Rinnen wegen der Kalkhaltigkeit der Böden bevorzugt an den Karsträndern der Fränkischen Alb und am nördlichen Alpenrand vor.




 
Erstellt 07.05.2011 | Letztes Update 09.05.2011 | 3656 Aufrufe