Erlebnisdorf Alcmona

Aufgrund von archäologischen Ausgrabungen ist nachweisbar, dass in der Gegend um Dietfurt im Naturpark Altmühltal vorgeschichtliche Siedlungen der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit existierten.

Der Förderverein „Alcmona“ hat sich zur Aufgabe gemacht, das „Erlebnisdorf Alcmona“ detailgetreu aufzubauen. Desweieterein pflegt der Förderverein das keltische Leben und möchte die Geschichte der Allgemeinheit näher bringen.

Alcmona

Veranstaltungstermine
Veranstaltungstermine Alcmona

Öffnungszeiten
Im Sommerhalbjahr 2012 ist das Alcmona-Erlebnisdorf vom 1. Mai bis zum 23. September an den Wochenenden und Feiertagen für Besucher geöffnet.
Samstags 13.00 Uhr – 17.00 Uhr
Sonn- und feiertags 13.00 – 17.00 Uhr

Link
Homepage Alcmona

Kontakt
Erlebnispark Alcmona Alcmona e.V.
Horst Meier
Breitenbrunner Str. 6, 92345 Dietfurt
Tel. 08464 1848, Fax 08464 602628

Die Geschichte
Im Jahr 1998 werden am westlichen Ortsende von Dietfurt die Überreste einer größeren Siedlung aus der Bronzezeit ausgegraben. Als wesentlicher Teil davon wird ein annähernd trapezförmiger Hausgrundriss freigelegt, von dem sich die unteren Teile der Wandgräbchen erhalten haben. Die Verfärbung des südlichen Wandgräbchens ist etwa 15 m, die der nördlichen Wand noch ca. 10 m lang.

Während der westliche Gebäudeteil nicht erkennbar ist, lässt sich an der östlichen Stirnseite eine Breite von 4,5 m messen, welche sich im weiteren Verlauf des Hauses auf mindestens 6,5 m Breite erweitert. Das exakte Ausmaß in Länge und Breite lässt sich für dieses bronzezeitliche Langhaus allerdings nicht bestimmen.

Alcmona

Zur Erklärung des Namens „Alcmona“
Die Altmühl, die bei Kelheim in die Donau mündet, gehört mit ihren 220 Kilometern Länge zu den großen Flüssen, zählt aber zu den langsamsten in Deutschland. Sie entsteht auf der Höhe von Rothenburg ob der Tauber. Länge und Fließgeschwindigkeit sind für die Erklärung des Namens wichtig, weil davon auszugehen ist, dass die Altmühl schon in frühgeschichtlicher Zeit als Verkehrsweg diente.

Ihren Lauf markieren Orte und Stätten wie Treuchtlingen, Pappenheim, Eichstätt, Beilngries, Dietfurt und Riedenburg. Über der Mündung thront die Befreiungshalle. Sie ist auf dem Michelsberg errichtet worden, auf dem die Archäologen eine vorgeschichtliche Höhensiedlung, die zu einem großen spätkeltischen Oppidum ausgebaut wurde, ausgegraben haben.

Mit der Schaffung des Main-Donau-Kanals ist ein Traum in Erfüllung gegangen, den schon Kaiser Karl der Große Ende des 8. Jahrhunderts geträumt hatte. Nach seinem Plan wurde die „Fossa Carolina“, der Karlsgraben, bei Treuchtlingen ausgehoben, mit dem Ziel, den Handel zu erleichtern und eine Verbindung zwischen Schwäbischer Rezat und Altmühl zu schaffen. Dieser Aktion verdanken wir die ersten Erwähnungen der Altmühl.

Weil der Fluss in diesen frühen Quellen „Alcmona“, „Alkmonia“ oder „Alchmuna“ heißt, ist die auf der Hand liegende Erklärung des Namens als „alte Mühle“ sehr unwahrscheinlich. Vielmehr ist „Altmühl“ die Verballhornung des alten keltischen Namens „Alcmona“, der als „stilles oder langsam fließendes Wasser“ gedeutet wird. Doch auch eine andere Deutung ist möglich.




 
Erstellt 22.02.2012 | Letztes Update 17.08.2012 | 2360 Aufrufe