Die Ehrenbürg – Walberla und Rodenstein

Die Ehrenbürg erhebt sich über das idyllische Wiesenttal  als weithin sichtbarer Inselberg. Er ist äußerst charakteristische und auffällige in zwei Teile gegliedert – das nördliche Walberla wird durch einen breiten Sattel mit dem südlichen Rodenstein verbunden. Für die meisten Franken ist es „das Walberla“.

Dieser Berg ist ein wunderbarer kraftvoller Ort. Schon seine Form zieht unweigerlich den Blick auf sich und lässt erahnen, dass dieser Berg etwas ganz Besonderes ist. Wenn man seine Hochfläche betritt, wird man magisch von der Kapelle St. Walburgis angezogen; um sie ranken sich, wie um das Walberla, zahlreiche Mythen und Sagen.
Der Rundgang über die Ehrenbürg ist beeindruckend, denn es liegt Geschichte und Magie über diesem Berg. Samtartiges Gras, das zum Verweilen einlädt, spektakuläre Felszinnen an den Rändern, die ungewöhnliche Form des Berges und nicht zuletzt eine überwältigende Aussicht machen das Walberla zu etwas ganz Besonderem. Ein mystischer, geheimnisvoller Ort, den man am besten sehr früh am Tag oder am Abend genießt! Ein absolutes Muß!

Herkunft des Namens
Für die Franken„das Walberla“ und für die Bewohner zu seinen Füßen „die Erabürg“. Und auf der topographischen Karte wiederum heißt der Berg „Ehrenbürg“. Über Alter und Herkunft der verschiedenen Namen ist immer viel spekuliert worden. Die Bezeichnung „Walberla“ ist erst seit 1768 urkundlich nachweisbar. Sie lässt sich unschwer auf die Hl. Walburga und die ihr geweihte Kapelle auf dem Nordwestgipfel der Ehrehbürg zurückführen. Der Name „Ehrenbürg“ jedoch ist wesentlich älter und erscheint bereits 1360 in einem Schriftstück über den Kirchweihschutz.

Die Gesichchte des Walberlas  Die Ehrenbürg
Funde aus der jungsteinzeitlichen Periode (5500 – 2500 v.Chr.) weisen auf erste Besiedlungsversuche des Hochplateaus hin. Mit einer Reihe erstklassiger Fundstücke wird der Beginn einer dauerhaften Besiedlung in der mittleren Bronzezeit um 1400 v.Chr. angezeigt.

Ihren ersten Höhepunkt erfährt diese Siedlung um 1300 v.Chr., als man sie mit einer mächtigen holzgestützten Trockensteinmauer befestigte. Die Besiedlung der Ehrenbürg riss hingegen bis 800 v.Chr. nicht mehr ab.

Einen zweiten Höhepunkt erfuhr die endbronzezeitliche Siedlung im 9. Jh. v.Chr., in dem man diese abermals mit einer Trockenmauer befestigte.

Etwa um 800 v.Chr. brach die Besiedlung ab. Das hängt wohl damit zusammen, dass sich zu Beginn der Eisenzeit die sozialen Verhältnisse wandeln, weil der von bronzezeitlichen Häuptlingen kontrollierte Kupfer- und Zinnhandel entfällt. Dagegen war Eisen überall auf dem Jura erhältlich.

Nach einer nahezu dreihundertjährigen Unterbrechung beginnt um 520 v.Chr. eine Neubesiedlung, die durch zahlreiche Fundstücke belegt ist. Die Befestigung auf dem Rodenstein hatte man in dieser Periode erstmals zu einer Art Akropolis ausgebaut von der aus der frühkeltische Adel seine Stadt beherrschte. Im folgenden 5. Jhd. v. Chr. wurde die ganze Ehrenbürg mit einer mächtigen Trockensteinmauer umwehrt.

Anfang des 4. Jh. v.Chr. wird die Anlage weitgehend geräumt, was mit den historisch überlieferten Keltenwanderungen zusammenhängen dürfte. Wenige spät keltische und spätgermanische Funde zeigen, dass der Berg auch in späterer Zeit aufgesucht wurde, ohne jemals seine ursprüngliche herausragende Rolle wieder zu erlangen.

St. Walburgis auf dem Walberla
Das Walberla ist nach der angelsächsischen Äbtissin von Heidenheim, Walburga, benannt, der auch die Kapelle St. Walburgis geweiht ist. Es liegt Mystik und eine unerklärliche Anziehungskraft über dem Berg und besonders der Kapelle.
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St. Walburgis auf dem Walberla

Die Steinerne Frau auf dem Walberla
Den Rand des Walberlas und seiner Hochfläche, umsäumen steil abfallende Felswände aus Dolomitgestein. Verwitterung und Abtragung zergliederten das massige, von senkrechten Klüften durchsetzte Gestein, wobei markante Felstürme wie „Die Steinerne Frau“ am Westrand des Walberla entstanden.  Die Sage dagegen berichtet von einem mysteriösen Schloss am Ort der heutigen Kapelle St. Walburgis. Dort sprach die herrschende Königin einen Fluch gegen ihre böse Nebenbuhlerin aus. Diese wurde zu Stein und gab der Felsengruppe „Die Steinerne Frau“ ihren Namen.

Die Steinerne Frau auf dem Walberla

Anfahrt
In Kirchehrenbach ist der Parkplatz ausgeschildert, von wo aus man zum Walberla startet; dort sind das Walberla und St. Walburgis gut ausgeschildert.

Genauer Standort
Google: 49.718181,11.157174 (Anleitung)

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Erstellt 16.06.2012 | Letztes Update 30.08.2012 | 9831 Aufrufe