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Hinterkaifeck

Hinterkaifeck war der Tatort eines bis heute nicht aufgeklärten Mehrfachmordes. Auf dem Einödhof, der 500 m südwestlich des Dorfes Gröbern (Oberbayern) lag und etwa sechs Kilometer von Schrobenhausen entfernt war, wurden in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1922 sechs Menschen bestialisch ermordet, indem man ihnen mit einer Reuthaue den Schädel einschlug.

Nun stellt sich die Frage, ob Hinterkaifeck ein kraftvoller Ort ist – ich persönlich lasse das unbeantwortet. Wegen des grauenvollen und dazu unaufgeklärten Verbrechens übt Hinterkaifeck auf jeden Fall eine schreckliche Anziehungskraft und gleichzeitig Abschreckung aus. Und dieses kollektive Gedächtnis, bzw. Gedenken gibt Hinterkaifeck in gewisser Weise dann doch Kraft. Zumindest ist es spürbar ein besonderer Ort, der die Menschen seit der schrecklichen Winternacht 1922 beschäftigt.

Links
Mondfinsternis über Hinterkaifeck
Hinterkaifeck (mein Erlebnis in Hinterkaifeck)
Hinterkaifeckeck-Mord (Sehr sauber und umfangreich recherchierte Webseite)

5674  480x320 bild2 Hinterkaifeck

Anfahrt
In Gröbern fährt man in der scharfen Kurve in die Eybergstraße hinein und ganz bis zum Ende durch; dort parkt man. Dann geht man diesen Feldweg weiter in Richtung offenes Feld. Nach einer Feldwegkreuzung sieht man bereits den markanten Baum mit dem Gedenkmarterl. Hinterkaifeck stand aber dort, wo nach der Kreuzung der beiden Feldwege links ein Feld wie ein Dreieck von dem Feldweg abgeht.

8405  320x240 standort hinterkaifeck Hinterkaifeck

Genauer Standort
Google: 48.594393,11.322312 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File

Mondfinsternis über Hinterkaifeck

Bilder 2011

Weitere Bilder

So sah Hinterkaifeck aus

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2 Kommentare zu “Hinterkaifeck”

    Gravatar von Thomas Gauck Thomas Gauck 05. Mrz 2012  

    Habe mich in den vergangenen Tagen mal intensiver mit der Geschichte befasst. Wer es war, weiß ich natürlich auch nicht, ich sehe aber sehr religiös motivierte Tat in den Morden, von jemandem, der mit den sittlichen Verbrechen auf dem Hof nicht länger leben konnte, möglicherweise jemand, der in Zugzwang stand, bevor Informationen über ihn oder über eine Familienschande generell, verbreitet werden. Und da kommen nur zwei in Frage, wobei der eine angeblich in Frankreich gefallen ist.

    Wenn man sich die Fernsehaufzeichnungen der letzten Jahre so anschaut, wird klar, daß Hinterkaifeck latent überall zu finden ist. Interessant auf den Bildern von dir Stephan, sind die Bodenverfärbungen der ehemaligen Gebäude – sie wirken wie Brandzeichen.

    Wenn ich wieder mal in der Gegend bin, werde ich sicher mal dort vorbei sehen.


    Gravatar von Stephan Gröschler Stephan Gröschler 05. Mrz 2012  

    Thomas, es wird nie herauskommen, wer es war. Die Menschen dort wissen es, aber werden es nie sagen. Ich hatte auch Gespräche mit drei “Alten” von dort, die mir alle drei das Gleiche gesagt haben. Ob das Mutmaßung von Ihnen war oder ob sie es wissen – keine Ahnung.

    Es wäre vielleicht herausgekommen, wenn der Fall damals nicht nach FFB verlagert worden wäre. Damit blieb stand eine verschwiegene Gemeinschaft um Gröbern gegen die Polizei von außerhalb.

    Nun sind 90 Jahre vergangen und es ist immer noch keine Ruhe eingekehrt. Tragisch wie das Verbrechen damals ist das dauernde Aufwühlen des ganzen Vorgangs.

    LG,
    Stephan


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