Burg Randeck

Die Burg Randeck oberhalb des Ortes Essing gehört zu den ältesten Burganlagen Bayerns. Die Burg entstand ungefähr um 1100 von den Geschlechtern der Rottenecker, Randecker und Abensberger erbaut. Einige Zeit war sie in Händen Raubritter und 1496 und 1634 wurde sie stark brandbeschädigt und wieder aufgebaut. Der Burgfried wurde 1840 von Kronprinz Maximilian erbaut.

Geschichte
Der Name Randeck wird kurzerhand gedeutet als Rundeck, bezugnehmend auf die eine Eckenbildung im an sich runden Bergfried. Randeck ist auf einzelne, vorgeschobene Bergkuppe und geht im Süden und Westen in den Felsensteilabfall über, während es nach rückwärts, im Norden und Osten, in einen natürlichen, steilen Felsgraben abfällt, der nie als Wassergraben gedacht war und an seinen vorderen und hinteren Ende mit einer bewehrten Mauer abgeschlossen ist.

Burg Randeck im April 2011 Die Burg Randeck zählt zu den ältesten Burganlagen Bayerns. Allerdings liegt in der frühen Geschichte von Randeck manches im Ungewissen. Nach 1000 und 1100 treten in Urkunden ein Heinrich von Ezzangin, ein Henric, ein Regil und ein Reicherus auf. Später erscheinen ein Gebhard „von Rotteneck und Randeck“.

Sicherer geschichtlicher Boden entsteht für Randeck mit Ulrich I von Abensberg (+ 1298). Ihm folgt Ulrich der II. Essing verdankt Ulrich III. vieles. Die hohe Gunst des Kaiser Ludwig des Bayern für seinen Abensberger verleiht ihm und seinen Erben das Recht, Essing mit allen Freiheiten und Gewohnheiten wie die Stadt Ingolstadt zum Markt zu erheben. Im Jahr 1336 verleiht Ulrich das Marktrecht. Man nimmt an, dass die Abensberger Babonen auch den Spruch geprägt haben: „Zu Abensberg wollen wir uns ernähren, und zu hohen Randeck uns erwehren“.

Weitere wichtige Herrscher der Burg waren Herzog Wilhelm der IV und Leonhard von Eck. Der Sohn eines Kelheimer Landrichters brachte es zum Bayerischen Kanzler und bestimmte wesentlich die Politik Bayerns seiner Zeit. Von Leonhard von Eck stammt auch die noch sichtbare Inschrift am Eingang zur Ruine, die lautet: „Wenn Gott die Burg nicht mehr bewacht, bewacht sie niemand mehr“

Die Burg wurde im dreißig jährigen von den Schweden nach langer Belagerung niedergebrannt. Mehrmals wechselte die Burg ihre Besitzer. Oftmals kam es zu Auseinandersetzungen mit der Essinger ´Bürgerschaft. So auch 1660 als es Streit um die Marktrechte und Gebührenrechte mit dem Burgbesitzer Jakob Freymann gab. Die Essinger zogen dabei meist den Kürzeren. Freymann hatte aber 1672 genug von den Streitereien und verkaufte die Burg.

Randecker Burgeigentümer

  • Rottenecker bis 1200
  • Randecker 1224
  • Abensberger Babonen bis 1485
  • Herzog Wilhelm der IV 1485 bis 1529
  • Leonhard von Eck 1529 bis 1565
  • Von Schwarzenberg 1565 bis 1594
  • Fugger 1594 bis 1596
  • Von Freymann 1596 bis 1672
  • Jesuiten von Ingolstadt 1672 bis 1773
  • Malteser 1773 bis 1828
  • Freistaat Bayern 1828 bis 1996
  • Markt Essing ab 1996

(Quelle: Markt Essing)

Anfahrt
Egal, ob man von Essing oder Kelheim kommt, ist der Weg zur Burg Randeck ausgeschildert. Man verlässt die ST2230 und fährt in Richtung des Ortes Randeck bzw. der Burg Randeck. Es ist bestens ausgeschildert.

Genauer Standort
Google: 48.937884,11.789445 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File

Bilder April 2011

Bilder März 2011

Bilder Dezember 2010

Bilder bei aufziehendem Gewitter

Bilder August 2010




 
Erstellt 03.08.2010 | Letztes Update 04.12.2012 | 7485 Aufrufe