Burgstall Deining

Die Burg von Deining ist eine Wallanlage auf der Bergzunge zwischen dem Nord-Süd gerichteten Tal der Weißen Laber und einem von West (Leutenbach) einfallendem Trockental. Die Zunge wird auf ungefähr 170 m Länge durch einen 100 m langen Wall mit vorgelegtem Graben vom südlichen und westlichen Hinterland abgetrennt. Der Wall biegt an beiden Seiten ein und folgt dem Nord- bzw. Süd-Rand der Hochfläche.

Im Norden ist es bis kurz vor die Zungenspitze die Hangkante entlang erhalten. Auf der Südseite ist er als eigenes Bauglied nicht mehr sichtbar. Eine Mauer im Querwall ist, wie deutlich an einer entsprechenden Einsenkung zu erkennen, ausgebrochen worden. Dieser Hauptwall hat in etwa seiner Mitte eine Erweiterung, wohl von den Trümmern eines Turmes. Die Hohe von der Grabensohle bis zum Wallkamm beträgt drei Meter. Teilweise ist vier Meter unterer dem Randwall, den Hang entlang, noch ein Wall, bzw. ein Graben, wenigstens als leichte Stufe sichtbar. Ganz im Osten der Burgfläche deuten Wille und Mulden auf ehemalige Bauten hin.

Geschichte
Die Erbauer dieser Burg sollen die Groß von Altenburg gewesen sein, „Stephan Groß, Ritter von, Altenburg“ steht 1398 im Verkaufsbrief des Schlosses Thonhausen des Schwaiger von Gundelfingen als Zeuge. Heinrich Groß zu Altenburg war 1497 Landrichter und Pfleger zu Dietfurt und hatte auch Besitzungen in dieser Gegend. Von den Groß soll auch der Ortsteil Gaßahof (früher Großahof) im Westen Deinings abstammen.

Außer dieser Burg bauten die Bewohner sicher im Tal einen Wohnsitz mit Wirtschaftsgebäuden, ähnlich dem ehemaligen Rothenfels. In die Burg, die nicht heizbar und weitgehend ohne Fenster war, zog man sich nur bei kriegerischen Auseinandersetzungen zurück. So entstand der Gutshof mit Herrschaftssitz in Deining. Das Schloss, wurde im Laufe der Jahrzehnte durch Kriegseinwirkungen mehrfach zerstört und wieder aufgebaut.

Die Burg wurde im Landshut er Erbfolgekrieg 1505 durch die Nürnberger niedergebrannt und zerstört. Auch vielen anderen Burgen blühte damals dieses Schicksal. Aber während z.B. Rothenfels wieder aufgebaut wurde, blieb Deining eine Ruine. Die Bauern holten sich die Steine zum Bau ihrer Häuser und Stallungen, sodass von dem einst stolzen Bau nur noch ein paar Waldüberwachsene Erdwälle übrig blieben.

Anfahrt
Auf dem Weg von Deining nach Leutenbach (Leutenbacher Str.) kommt nach ca. 300 m nach einer leichten S-Kurve, links ein größerer Umspannturm. Dort parkt man und geht den Berg hinauf, der direkt zum Burgstall führt. Auch wenn der Weg nach Hofzufahrt aussieht, ist es ein öffentlicher Weg.

Genauer Standort
Google: 49.222615,11.53538 (Anleitung)
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Erstellt 26.03.2012 | Letztes Update 06.12.2012 | 2564 Aufrufe