Burgstall Hubertusfelsen

Dieser Burgstall gehört zu den drei Burgställen auf dem Saufelsen, dem Torfelsen, dem Hubertusfelsen und liegen oberhalb von Unteremmendorf. Durch einen deutlichen Halsgraben und den steilen Abhängen zum Altmühltal getrennt, liegt das kleine Plateau des Burgstalls  im Wald. Wenige Reste der Burg sind auf dem Hubertusfelsen verblieben, aber die beeindruckende Landschaft gibt diesem Ort ein wunderbares Flair. Das Knarzen der Bäume, der leicht modrige Geruch der Natur und vermossten Steine und Baumstämme machen aus diesem Burgstall einen kraftvollen Ort. Besonders kraftvoll aber ist das Eck links hinter dem Schild nahe dem Halsgraben.

Geschichte
Auf drei besonders markanten Felsnasen über dem Ort Unteremmendorf erhoben sich früher kleine Burgen, die im Wesentlichen nur aus einem ummauerten turmartigen Gebäude bestanden und jeweils durch einen in den Felsen gehauenen Halb- oder Viertel kreisgraben gegen das Hinterland gesichert waren. Von den Burgen war der gesamte Altmühlbogen von Kinding bis Beilngries einsehbar.
Die Namen der Burgen sind urkundlich nicht überliefert. Sie werden nun „Hubertusfelsen“, „Torfelsen“ und „Saufelsen“ genannt. Die älteste war sicher die mittlere, der „Torfelsen“.

Über den Erbauer und die Erbauungszeit der Burg auf dem Hubertusfelsen liegen heute noch keine genauen Erkenntnisse vor. Vermutlich wurde sie, wie die beiden benachbarten Burgen am Torfelsen und die auf dem Saufelsen, von der 1119 erstmals erwähnten Ministerialenfamilie der Emmendorfer errichtet. Sie waren Ministeriale des Hochstift Eichstätt. Das Dorf Emmendorf, nach dem sich die Emmendorfer nannten, liegt unmittelbar benachbart der ehemaligen Burganlagen.
Da die Emmendorfer mehrere Wappen führten, wahren wohl alle drei Burgen in ihren Besitz, auf denen je eine Seitenlinie der Familie saß. Die Burg auf dem Hubertusfelsen, deren historischer Name, wie die der anderen beiden Burgen, nicht bekannt ist, war wahrscheinlich die jüngste Anlage der Emmendorfer.

Aufgegeben wurden die Burgen wohl nach dem Aussterben der Familie nach 1506.
Heute ist die Stelle der abgegangenen Burg dicht bewaldet, erhalten hat sich nur der Burggraben und geringe obertägige Mauerreste der Ringmauer und eines vermutlich turmförmigen Gebäudes. (Quelle: Wikipedia)

1119 das Ministerialengeschlecht mit Konrad von Emmendorf erstmals bezeugt

1186-1206 Konrad von Emmendorf bischöflicher Kämmerer

1299-1321 Euphemia von Emmendorf , Äbtissin des Klosters St. Walburg in Eichstätt

1383-1387 Friedrich Emmendorfer Vogt auf der Willibaldsburg

1426 Seifried Emmendorfer Pfarrer in Kipfenberg

1451 die Emmendorfer Lehengüter im Besit der Absberger zu Rumburg

1506 das Geschlecht der Emmendorfer letztmals erwähnt

Anfahrt
Man fährt durch Unteremmendorf in Richtung Irlahüll (nicht Irfersdorf!) – eine scharfe Rechtskurve den Berg hinauf. Dort oben parkt man nach der scharfen Linkskurve auf der Hochebene rechts – in diese Richtung läuft man auch weiter.  Man folgt dem Burgensymbol in Richtung Burgstall

Genauer Standort
Google: 48.988399,11.421533 (Anleitung)
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Erstellt 20.02.2011 | Letztes Update 21.02.2011 | 2707 Aufrufe