Sunderburg

Auf dem wunderschönen Schlossberg bei Schöngeising, der Sunderburg; stand ab dem 11. Jhd. eine Burg. Aber bereits in der frühen Bronzezeit und der Urnenfelderzeit gab es dort Siedlungen, eingefasst von einer ausgeprägten Wallanlage. Ein geheimnisvoller Ort!

Die Sunderburg, sich über die ruhige Amper erhebend, ist ein kraftvoller und mystischer Ort. Versteckt hinter dichtem Laubwald, liegt der geschichtsträchtige Platz idyllisch in das Tal eingebettet. Der Wind fährt durch die alten Bäume, es knackt und wimmert, die Sonne gibt ein faszinierendes Licht-Schattenspiel und der gesamte Wald duftet nach Natur.

Es ist auffallend, dass das rechteckige Plateau auf der Sunderburg, wegen der Wälle und der Gräben, stark einer keltischen Viereckschanze ähnelt. Die zeitliche Einordnung dazu passt zwar nicht exakt, aber Grabungen könnten das wohl widerlegen.

Geschichte
Hoch über der Amper bei Schöngeising erhebt sich eiin Bergsporn, der den Namen „Schlossberg“ oder „Sunderburg“ trägt. Es handelt sich um eine dreieckige Abschnittsbefestigung, die im Norden von der Amper, im Osten von einem Trockental und im Südwesten von einer Wall-Graben-Anlage begrenzt wird. Auf dem Plateau der Sunderburg befanden sich in verschiedenen vorgeschichtlichen Epochen und im Mittelalter befestigte Wohnsitze. Grabungen zeigten, dass bereits in der frühen Bronzezeit (ca. 1700 – 1600 v. Chr.) Menschen hier lebten. Auch aus der Urnenfelderzeit (ca. 1200 – 800 v. Chr.) gibt es Funde.

Der Überlieferung nach hatte hier ein Graf Friedrich aus dem mächtigen Geschlecht der Diessen-Andechser im 11. Jahrhundert eine Burg. Hochmittelalterliche Funde von der Sunderburg scheinen dies zu belegen. Zum ersten mal urkundlich erwähnt wird die Sunderburg 1447. Im 16. Jahrhundert befand sich hier ein Jagdhaus der Wittelsbacher. Der bayerische Geschichtsschreiber und Geograph Philipp Appian hat in der Karte zu seiner „Topographia Bavariae“ das Jagdhaus eingetragen und beschrieben.

Der gesamte Prallhang auf der rechten Amperseite wurde vom Landratsamt Fürstenfeldbruck mit einer Größe von ca. 38.000 qm als flächenhaftes Naturdenkmal „Schlossberg“ ausgewiesen.

Sage
Der Graf Friedrich von Dießen-Andechs, der die Burg erbaut hat, zog auf Pilgerreise ins Gelobte Land. Seine zwei Töchter ließ er zurück. Feinde nutzten die Gelegenheit, erstürmten die Burg, töteten die Insassen und brannten alles nieder. Die Töchter jedoch sprangen mit dem ganzen Schatz in den Brunnen.

Ein Bauer aus Schöngeising, auf der Suche nach dem sagenhaften Schatz, fand im Wald einige Glasscherben. Eine davon nahm er mit. Zu Hause angekommen entpuppte sie sich als ein Stück Gold. Die Fundstelle, zu der er wieder hineilte, hat er nie mehr gefunden.

Video
Video Sunderburg

Anfahrt
Von Schöngeising fährt man nach Mauern. Nach ca. 2,3 km fährt man nach zwei kurz aufeinanderfolgenden Linkskurven rechts in den Waldweg, man gut parken kann. Von dort aus läuft man rechts den Weg zur Lichtung und geht dort dort rechts in den Wald. Es folgt eine Kreuzung, an der man sich ganz links hält. Dann läuft man den Berg hinauf und trifft dann genau auf die Spitze der Sunderburg.

Genauer Standort
Google: 48.1257,11.1905 (Anleitung)




 
Erstellt 04.05.2011 | Letztes Update 06.12.2011 | 3744 Aufrufe