Geißlochhöhle

Die ruhige Geißlochhöhle ist eine für die Fränkische Schweiz sehr charakteristische Höhle. Durch Verwitterung vor ca. 155 – 135 Mio. Jahren wurden die entstandenen Kalkschichten angenagt. Die Wiesent mit ihren Nebenflüssen sägte sich ein, harte Dolomitfelsen blieben stehen und Hohlräume wie die Geißlochhöhle (aber auch mit mit Tropfsteinen) bildeten sich.

Anfahrt
Von Streitberg aus fährt man nach Großfellendorf und dort weiter Richtung Gößmannsdorf. Nach ca. 1 km folgt man rechts der Abzweigung nach Albertshof. Man fährt wenige Meter bis zur Linkskurve und parkt dort. Dann läuft man den Weg hinein und überquert eine Lichtung, an deren Ende man nach rechts den Berg hinauf abbiegt. Dort befindet sich die Geißlochhöhle.

Genauer Standort
Google: 49.82464,11.238774 (Anleitung)
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Wie entstand die Fränkische Schweiz?

Die Fränkische Schweiz sah nicht immer so aus wie heute. Wie nahezu jeder Landstrich der Erde, hat auch sie eine bewegte, erdgeschichtliche Vergangenheit. In den während vieler Millionen Jahren abgelagerten Gesteinsschichten vermag der Geologe wie in einem aufgeschlagenen Buch zu lesen.

So war unser Raum vor 250 Mio. Jahren wie heute Festland. Vor ca. 155 – 135 Mio. Jahren dagegen gab es hier ein weites, flaches Meer. Nachdem sich die überwiegend tonigen, mergeligen und sandigen Schichten des unteren (Lias) und mittleren Jura (Dogger) abgelagert hatten, breitete sich im oberen Jura (Malm) dieses warme und gut durchlüftete Jura-Meer aus. In diesem setzte sich vermehrt Kalk ab. Es bildete sich Kalkschicht auf Kalkschicht, ab und zu waren diese von mergeligen Bändern unterbrochen, wenn dieToneinschwemmungen überhandnahmen. Auf Untiefen siedelten sich riffbildende Tiere, vor allem Kieselschwämme und verschiedene Algenarten an. Eine Fülle von Tieren belebte das Meer.

Allmählich wurde unser Gebiet durch Hebung der Erdkruste wieder Festland, die Schlammschichten waren zu Stein geworden, eine mächtige Kalksteinplatte war entstanden. Gewaltige Kräfte des Erdinnern hoben das gesamte Schichtpaket im Westen, im Bereich des Rheingrabens, stark an, so daß die ursprünglich waagerechten Schichten nun generell nach Osten einfallen.

Sofort begann die Verwitterung die Kalkschichten anzunagen. Die Wiesent mit ihren Nebenflüssen sägte sich ein, Hohlräume mit Tropfsteinen bildeten sich, harte Dolomitfelsen blieben stehen, weichere Gesteinsschichten wurden abgetragen. Das heutige, charakteristische Landschaftsbild entstand.




 
Erstellt 17.09.2012 | Letztes Update 17.09.2012 | 4818 Aufrufe