Höhle am Teufelsfelsen

Nahe der Ortschaft Jachenhausen bei Riedenburg befindet sich der Teufelsfelsen. Dieser Platz an sich ist schon beeindruckend, weil man eine herrliche Aussicht über das Altmühltal hat. Wenn man sich aber etwas abseits hält und der Beschilderung folgt, kommt man nach einem etwas kniffeligen Abstieg direkt an eine Höhle.

Diese Höhle ist sehr beeindruckend, obwohl der erste Eindruck nicht so ist. Wenn man sich aber in das Innere begibt, steigt man in eine Arte Wanne hinab. Wenn man der Höhle dann ca. 4 m nach hinten folgt, fällt der Gang in ein tiefes Loch ab, an dessen Ende eine Holzleiter steht, um weiter nach unten abzusteigen. (Zum Glück habe ich endlich eine Stirnlampe). Es hat schon etwas mystisches und gehemnisvolles, den Abstieg in die Unterwelt zu sehen – überhaupt ist der ganze Platz um die Höhle ein kraftvoller Ort!

Die Sage um den Teufelsfelsen
Es geht um die Sage, dass auf einem Felsen einst ein Kloster gestanden hat, welches aber zerstört und durch des Teufels Gewalt ganz vernichtet worden sei. Von da an hat der Teufel oftmals sein Unwesen gelrieben, bis ihn endlich ein unschuldiger Knabe vertrieben hat. Der Böse soll nämlich schon mehrere Menschen über einen an dem nördlichen Ecke benannter Felswand einzeln stehenden steilen Felsen, wohin er dieselben zu verleiten wusste, gestürzt. und da sie ohne Beichte und Kommunion starben, in seine Klauen bekommen haben.
Auf diese Weise strebte er auch einmal einem Hirtenknaben nach, den er durch ein Spiel dahin verlockte. Auf dem ganz ebenen Vorsprang des Felsens aber ist ein Damenbrett, nämlich eine Mühle zum sogenannten Mühlfahrerspiel eingegraben und der Böse machte mit dem Hirtenknaben den Vertrag, dass der, welcher das Spiel gewänne, den ändern in den grausen Abgrund stürzen dürfe. Und siehe da, der Bube gewann, und der Böse entfloh, drückte aber seine Spur, eine Bockklaue, in den Felsen. Auf gleiche Weise blieb der Fusstritt des Hirtenknaben, wie man ihn noch sehr deutlich sieht, auf den ganz ebenen Stein sichtbar zurück. Seit dieser Zeit aber kam das Böse nicht wieder.
(Quelle Stadtarchiv Riedenburg)

Anfahrt
Wenn man die Ortsumgehung von Jachenhausen fährt, kommt auf der Altmühltal-Seite eine Holzbaufirma, an der ein Feldweg abgeht. Dort fährt man hinein, vorbei an einem Beachvolleyballplatz und folgt dem Weg zu einer Rampe für Drachenflieger. Dort befindet sich ein Parkplatz, an dem man parken kann und folgt dann der Beschilderung “Teufelsfelsen”. Nach wenigen hundert Metern geht links ein Pfad talabwärts, wo auch die Höhle liegt.

Genauer Standort
Google: 48.98804,11.697811 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File

März 2013

März 2011




 
Erstellt 13.03.2011 | Letztes Update 24.05.2013 | 7567 Aufrufe