Hohlloch bei Velburg

Das Hohlloch in St. Wolfgang bei Velburg liegt weithin sichtbar ganz idyllisch im Landschaftsschutzgebiet Hohllochberg. Bei dem Aufstieg zu der Höhle kommt man an weiteren Höhlen, bzw. Überhängen vorbei, die in dieser kraftvollen Umgebung liegen. Dort kann man es wirklich gut aushalten und zur Ruhe kommen!

Wasser hat sich vor ewigen Zeiten seinen Weg durch den Karst gebahnt und eine beeindruckende Horizontalhöhle geschaffen.

Persönlich finde ich es aber ein Unding, dort ein Podest zu mauern und Teile der Höhle mit einem schweren Gitter zu versperren.

Geschichte
Das Hohlloch ist mit seiner nach Süden ausgerichteten Höhlenöffnung von 16 m Breite und 11 m Höhe sehr beeindruckend. Auch die gewaltige Innenraumausdehnung von 40 x 17 x 11 Metern wird nur von wenigen Höhlen übertreffen.

Die ersten Ausgrabungen in dieser Höhle fanden bereits im 18. Jahrhundert statt. Apotheker Wirsching aus Velburg grub hier nach menschlichen Kulturrückständen, die Ergebnisse seiner Grabungen sind leider nicht bekannt. Die wenigen erhalten gebliebenen faunistischen Relikte aus der Würmeiszeit wurden von M. Schlosser bestimmt und gelangten ins Naturkundemuseum Regensburg.

Das Hohlloch ist im Umweltobjektkatalog (UOK) Bayern als gut er¬haltenes Geotop Nr. 373H002 im Naturraum der Mittleren Frankenalb ausgewiesen. Als Geotope wer¬den erdgeschichtliche Gebilde der unbelebten Natur bezeichnet, die Erkenntnis über die Entwicklung der Erde und der Entstehung des Lebens vermitteln.

Anfahrt
Von Velburg fährt man auf der NM 43 in Richtung Dantersdorf/ St. Coloman. Nach wenigen Kilometern biegt man links nach St. Wolfgang ab, fährt durch den Ort durch und parkt nach dem Ortsende. Das Hohlloch ist dort ausgeschildert.

Genauer Standort
Google: 49.238336,11.686106 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File




 
Erstellt 03.05.2011 | Letztes Update 01.11.2011 | 5090 Aufrufe