Kindinger Klause

Die Kindinger Klause liegt etwas abseits des Weges und erst wenn man sich ihr nähert, zeigt sie ihre geheimnisvolle und faszinierende Schönheit. Diese urzeitlichen Höhle, bzw. Felsüberhang liegt inmitten eines des alten Buchenwaldes -lichtdurchflutet und in das Rauschen der Blätter eingebettet- und bieten einen wurnderbar mystischen und kraftvollen Aufenthaltsort!

Geschichte
Das Altmühltal ist bekannt für seine zahlreichen Höhlen und Felsdächer. Diese Naturerscheinungen wurden schon vom Menschen der Altsteinzeit als natürliche Schutzräume aufgesucht. Bei zahlreichen Ausgrabungen sind in der Vergangenheit die Hinterlassenschaften der Menschen verschiedener vorgeschichtlicher Epochen gefunden worden. Bei einer Exkursion in den 20er Jahren wurden auch in der Kindinger Klause oberflächlich Scherben aus vorgeschichtlicher Zeit aufgelesen. Anfang der 70er Jahre wurde von K. H. Rieder eine Probegrabung durchgeführt. Ein zerschlagener Mammutknochen ist Beleg dafür, daß das Felsdach schon in der Altsteinzeit aufgesucht wurde. Steinwerkzeuge und Keramikfunde weisen auf eine Nutzung des Platzes vor allem in der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Hallstattzeit hin. Das Felsschutzdach wurde auch von den Kelten und später von den Germanen im 4. Jh. n. Chr. aufgesucht.

Weshalb der Mensch sich im Eingangsbereich von Höhlen und Felsschutzdächern aufgehalten hat, lässt viele Möglichkeiten offen. Meist waren es einfache Bedürfnisse, wie beispielsweise Zuflucht bei schlechtem Wetter oder Schutz in Zeiten der Not.

Andererseits gibt es sichere Belege dafür, dass dort auch kultische Handlungen vollzogen wurden, die Ausdruck naturreligiöser Vorstellungen waren. Unser Höhlen sind vorgeschichtliche Archive von besonders hohem Wert. Erst nach sorgfältiger, wissenschaftlicher Ausgrabung lassen sich Schlüsse ziehen auf Tätigkeiten, die von den damaligen Menschen ausgeübt wurden. Ausgrabungen durch Unbefugte sind deshalb streng untersagt Im Interesse der Allgemeinheit bitten wir darum, unser historisches Erbe zu schützen und es der Nachwelt ungestört zu hinterlassen.

Anfahrt
Von Kinding fährt man die Umgehung in Richtung Beilngries und biegt dann der Wegweisung nach Kipfenberg. Nach ca. 300 m kommt links ein Patkplatz, an dem man parkt. Dort steht bereits eine Schautafel mit einer Wegskizze. Dann läuft man auf den Wald zu und geht den Weg direkt links an der Kapelle den Berg hoch. Nach einiger Zeit kommt man an die Wegweisung zur Kindinger Klause und den Hügelgräbern.

Genauer Standort
Google: 48.992059,11.389321 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File




 
Erstellt 11.09.2011 | Letztes Update 14.06.2012 | 3679 Aufrufe