Vogelherdgrotte

Die Vogelherdgrotte ist eine beeindruckende Karst-Höhle nahe Krottensee. Bestehend aus Frankendolomit (Malm), ist das Klettern (leider) an der Außenseite der Vogelherdgrotte erlaubt; überhaupt erfährt die Höhle eine starke Freizeitnutzung.

Aber man kann diesen Ort auch wunderbar genießen, wenn man zur richtigen Zeit dort ist. Besonders in der Früh lohnt sich der Besuch und dann kann man das besondere Flair der Vogelherdgrotte spüren. Trotz der Bekanntheit kann sie ein kraftvoller Ort der Ruhe sein!

Anfahrt
In Krottensee (auf der LAU 17 fahrend) folgt man der Wegweisung zur Maximiliansgrotte, an der man aber vorbei fährt. Nach ca. 800 m auf dem geschotterten Walweg trifft man auf eine links aus Krottensee kommende Straße, auf die man dann auch abbiegt. Nach ca. 100 m endet der Wald auf der rechten Seite; dort parkt man. Dann geht man rechts den Waldrand entlang und folgt der Wegweisung zur Grotte.

Genauer Standort
Google: 49.634508,11.593738 (Anleitung)



Werden und Vergehen einer Höhle
Die Entwicklung einer Höhle beginnt an Klüften und feinen Rissen oder auch Bankungsfugen im Gestein, die als unterirdische Wasserwege genutzt werden. Die günstigsten dieser Wasserwege werden im Laufe der Zeit durch die Auflösung des Karstgesteins erweitert, es entstehen aktive Höhlen.

Mit dem Fortschreiten der Verkarstung werden die höher gelegenen Wasserwege nicht mehr benutzt und fallen trocken. Nun kann es zur Sediment- und Sinterbildung kommen. Von der Decke gestürzter Verbruch wird nicht mehr vom Wasser aufgelöst oder abtransportiert, sondern bleibt am Entstehungsort liegen. Es kommt vor, dass eine Höhle in diesem Zustand wieder aktiv wird und mehrere Phasen der Sedimentbildung und -ausräumung sich abwechseln.

Mit der Zeit wird auch die Landschaft über der Höhle abgetragen, die Gesteinsdecke wird so dünn, dass Höhlenteile einstürzen oder durch Bergrutsche zerstört werden. Durch die dabei entstandenen großen Eingänge greifen Verwitterungsvorgänge der Erdoberfläche in die Höhle ein. Das Tropfsteinwachstum endet vorhandene Sinterformationen verwittern. Frostbruch von der Höhlendecke und eingetragener Humus lagern sich ab.




 
Erstellt 15.05.2013 | Letztes Update 15.05.2013 | 2325 Aufrufe