Viereckschanze Peterhof

Die Viereckschanze Peterhof stammt aus der Zeit stammt aus der späten Latènezeit um 100 v. Chr. Sie liegt malerisch auf dem bewaldeten Scheitel eines Geländerückens und gehört zu den ausgesprochen grünen Schanzen. An der nördlichen Seite findet man viel (für Schanzen typisches) langes Gras und bemooste Wälle und im Inneren befindet sich ein dolinenartiges Bassin mit eindrucksvoller Flora. Diese Kombination verleiht der Schanze ein besonderes Äußeres. Der südliche Teil des Inneren dagegen ist restlos und unbegehbar mit dornigem Gestrüpp zu gewuchert, so dass man auch nur die Südwestecke erreichen kann.

Anfahrt
In Peterhof  parkt man am Gasthof „Peterhof“. Dann geht man die einzige Straße in den Ort Peterhof hinein, die von der Hauptstraße abzweigt und dann sofort wieder links. Nun folgt man der zum Feldweg werdenden Straße -vorbei an Wochenendhäusern- bis nach ca. 400 m am südlichen Waldrand ein Waldweg quer kommt. Diesen überquert man, geht den Berg hinauf und am nächsten Waldweg geht man dann rechts. Nach ca. 200 m kommt die Schanze. (Für Plan auf Bild klicken)

Genauer Standort
Google: 48.937884,11.789445
(Wie funktioniert das? Anleitung)

Wikipedia schreibt dazu:

Die spätkeltische Viereckschanze bei Peterhof (Ortsteil Rettenbergen, Stadt Gersthofen) liegt auf einem Ausläufer des „Großen Waldes“ im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder (Landkreis Augsburg, Schwaben). Das Erdwerk wird von einem Fahrweg durchschnitten und durch weitere Durchstiche und eine Sandgrube gestört.

Geschichte
Die über dreihundert nachgewiesenen Viereckschanzen Süddeutschlands entstanden in der späten La-Tène-Zeit und werden von der neueren Forschung als Gutshöfe interpretiert, die in ein größeres Siedlungsgefüge eingebunden waren. Gelegentlich ist auch eine kultische Funktion anzunehmen. Als Wehranlagen waren die Schanzen wegen ihrer geringen Wallhöhen und Grabentiefen sowie der fortifikatorisch ungünstigen Lage im Gelände nur sehr eingeschränkt verwendbar.

Beschreibung
Das Erdwerk (genannt „Burg“) liegt auf dem Scheitel des Geländesporns in etwa 515 m ü. NHN. Der Grundriss verläuft annähernd rechteckig. Der nördliche Wallzug ist ungefähr 107 m lang, der Südwall ca. 110 m. Die Seitenwälle messen im Osten 77, im Westen 64 m. Auf der Südseite begrenzt eine natürliche Böschung die Schanze, den anderen Seiten sind flache Gräben vorgelagert. Im Norden ist der Wall (gemessen von der Grabensohle) noch bis zu 2,50 m hoch.

Das Schanzeninnere (ca. 0,765 ha) wölbt sich über die Wallkronen auf. Der Fahrweg verläuft etwa 5 m über der Grabensohle.




 
Erstellt 24.08.2010 | Letztes Update 31.01.2011 | 3061 Aufrufe