Viereckschanze Sallach (Vordere Schanze)

Die spätkeltische, große Viereckschanze von Sallach im Kleinen Labertal gehört wie die zweite, kleine Schanze zu den herausragenden archäologischen Bodendenkmälern in Niederbayern. Es handelt sich um ein sogenannte  Viereckschanzenensemble, bestehend aus zwei Erdwerken: während es sich bei der nördlichen Schanze – der sogenannten Kleinen Schanze – um eine in Größe, Form und Orientierung sehr typische Viereckschanze handelt, stellt die etwa 150 m südlich gelegene sogenannte Große Schanze einen Sonderfall dar.

Viereckschanze Sallach (Vordere Schanze)

Die größere „Vordere Schanze“ mit etwa 250 x 200 m und nebeneinandergesetzten Gräben und Wällen, einem Zentralbereich, Vorhof und Außenschanze, ist ein sehr seltener Schanzentypus. Beide Anlagen bestanden gleichzeitig während der mittleren bis spätesten Latenezeit (ca. 300 – ca. 15. v. Chr.) und wurden möglicherweise am Beginn der frührömischen Zeit durch ein großes Schadfeuer zerstört. Im Inneren der Anlage standen mehrere Gebäude, darunter große Wohngebäude einer ländlichen, keltischen Oberschicht, die sich mit aufwendigen Wall- und Grabenanlagen von ihrem Siedlungsumfeld abgrenzten.

Anfahrt
Zwischen Eitting und Sallach geht in einer scharfen Kurve eine Straße nach Weingarten ab, der man bis nach Weingarten folgt und auch hindurch fährt. Nach knapp 600 m geht links ein Feldweg ab, wo man auch parkt. Diesem Weg folgt man bis zum Wald (an einer Gabelung hält man sich rechts). Am Wald hält man sich links, wo auch schon die Viereckschanze bereits ausgeschildert ist).

Genauer Standort
Google: 48.82704,12.347847 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File




 
Erstellt 23.09.2012 | Letztes Update 24.09.2012 | 1642 Aufrufe