Ringwall Wolfsberg

Die Kelten stellten vom 10. bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. (Urnenfelder- und Hallstattzeit) die einheimische Bevölkerung im Altmühltal dar. Manche Orts- und Flussnamen sind keltischen Ursprungs, wie z.B. das Wort Altmühl von „Alcmona“, d. h. der stille, heilige Fluss, abgeleitet ist. Wahrscheinlich fällt in die Zeit der Kelten auch die Errichtung des Ringwalls auf dem Plateau des Wolfsberges und die Anlage der Grabhügel.

Zusätzlich zum natürlichen Schutz der steilen Hänge wurde entlang der Hangkante ein Ringwall errichtet. Das Steinmaterial für den 2,5 Kilometer langen Wall wurde auf der Innenseite entnommen, wo sich deutlich eine Mulde abzeichnet. Da der Südhang des Wolfsberges aufgrund der flacheren Hangneigung feindlichen Angriffen leichter ausgesetzt war, wurde der Wall hier offensichtlich höher gebaut. Er erreicht auch heute noch stellenweise eine Höhe von etwa zwei Metern. Der Ringwall ist heute überwiegend mit Buchen bewachsen, während sich über den Querwall ein Fichtenwald zieht.

Der Wolfsberg ist ein beeindruckender und kraftvoller Ort. Seine Geschichte zeigt, dass Menschen bereits früh darum wussten und ihn (auch wegen seiner strategisch günstigen Lage) nutzten. Wenn man den Weg zur Hochfläche hinauf läuft, hört man noch die Geräusche der Bundesstraße und kann sich nicht vorstellen, dass es noch ruhiger wird. Beim Erreichen des Walls ist das Geräusch bereits nicht mehr hörbar und auf dem Plateau sit man dann endgültig in einer anderen Welt. Ebene Flächen oder steile Abhänge, lichtdurchflutet oder dunkel, Tannen- oder Buchenwälder, dicht bewachsen oder felsig – auf jeden Fall aber ruhig und friedlich. So wird jeder auf dem Wolfsberg den Platz finden, an dem er sich niederlassen und zur Ruhe kommen möchte.

Mein persönlicher Kraftort liegt an der Westseite nahe des Aussichtspunkts „Schönblick“. Als ich mich auf diesem Felsen niedergelassen hatte, hörte ich nur noch den Wind, der den Felsen umwehte. Erstaunlicherweise war dieser Platz nahezu windstill, obwohl er eigentlich sehr windig sein müsste. Dadurch hat man das Gefühl, an einem besonderen Ort zu sein, weil auch der Felsen, auf dem man sitzt, einem Kraft und Wärme schenkt.
Ursprünglich wollte ich nach einiger Zeit wieder gehen, aber ich konnte und wollte mich nicht mehr erheben. Ich gab mich diesem kraftvollen Ort hin, fuhr meinen Kopf herunter und war einfach nur. Wolfsberg bei Dietfurt - Mein persönlicher Kraftort

Video
Die Sage „Der Wolf und der Rabe“ – wie der Wolfsberg zu seinem Namen kam

Anfahrt
Von Dietfurt fährt man die ST 2230 in Richtung Riedenburg/ Kelheim. Kurz nach Dietfurt und der Abzweigung links nach Haas, fährt man rechts in den Feldweg und parkt am Hang des Wolfsberges. Dort aus läuft man den Hauptweg hinein und folgt ihm links um die Kurve den Berg hinauf.

Genauer Standort
Google: 49.0247,11.606698 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File




 
Erstellt 25.07.2011 | Letztes Update 25.07.2011 | 3403 Aufrufe