Ringwallanlage Buchberg

Der Buchberg ist schon ein beeindruckender Berg; geschichtlich wie landschaftlich. Wenn man vom Parkplatz auf den Buchberg startet und seine steilen Flanken erklimmt, merkt man schon bald, dass es ein wunderbarer Ausflug werden wird. Wenn man dem Keltenweg folgt und die Augen nach dem Keltenwall offen hält, erlebt man den Berg – auch abseits der Wege – von einer geheimnisvollen und mystischen Seite. Da wäre der Teufelskeller, von dem die Sage erzählt, dass sich dort ein goldener Wagen mit goldener Deichsel befindet. Es hat sich noch niemand in die Tiefe dieser Schlucht gewagt, um ihn zu holen. Oder der Predigtstuhl, einer geradezu bizarren Felsformation aus Sandstein, eingerahmt von urzeitlicher Flora.

Wenn man den weitläufigen Buchberg abläuft, kommt man unweigerlich auch an die Spitze in Nordwest. Dort ist die der keltische Wall noch sehr ausgeprägt und es lohnt sich, dort inne zu halten und sich nieder zu lassen. Genießt diesen wunderbaren Fleck und geht! Der Rückweg geht dann auf einsamen Pfaden entlang des Walls, bis man den Buchberg nach einer Reise durch Zeit und Natur durch das ehemalige keltische Zangentor wieder verlässt.
Ringwallanlage Buchberg

Geschichte
Der Buchberg prägt als imposanter, 591 m hoher Zeugenberg des Neumarkter Becken. Das Plateau des Buchbergs umschließt die Reste einer keltischen Ringwallanlage aus der Latenézeit (450 – 15 v. Chr.). Der ursprünglich mehrere Meter hohe Erdsteinwall umschloss eine Fläche von ca. 24 ha, beherbergte vermutlich eine Höhensiedlung und diente der umliegenden Bevölkerung als Schutz- und Flieh­burg, in der sie zu Kriegszeiten ihre Habe und ihr Vieh in Sicherheit bringen konnten. Gut sichtbar sind noch die beiden Abschnittwälle, der Ringwall im nordwestlichen Bereich und das Zangentor an der Nordostecke. In weiten Teilen ist das Steinmaterial von der nachfolgenden Bevölkerung im Mittelalter für Bauzwecke entnommen worden.

Insel- oder Zeugenberge
Insel- oder Zeugenberge zeigen uns, dass die Albfläche sich viel weiter nach Westen erstreckte. Die frühere Steilstufe der Frankenalb verlief ca. 10 km weiter im Westen (ca. auf der Linie Postbauer-Heng – Freystadt). Das war am Ende des Tertiärs, also vor ca. 5 Millionen Jahren. Die heutigen Inselberge (Buchberg, Dillberg, Tyrolsberg, Möninger Berg, Staufer Berg, Sulzbürg mit Galgenberg und Schlüpfelberg,) gehörten ehemals zur Albhochfläche. Die langanhaltende Erosion, vor allem durch Wasser, formte schließlich aus dem Albmassiv die einzelnen Zeugenberge heraus, die heute isoliert voneinander in der Landschaft liegen. Die Kräfte des Wassers sorgten für die unterschiedliche Höhe und Gestalt der Zeugenberge, die heute der Landschaft westlich von Neumarkt ihr charakteristisches Aussehen geben.

Anfahrt
In Buchberg (an der NM 18) fährt man die Hauptstraße entlang und folgt dann der Ausschilderung zum Buchberg. Dort ist ein große Parkplatz, von dem man starten kann. Ich empfehle, am oberen Ende des Parkplatze rechts den Waldweg zu nehmen, der sofort links den Berg hinauf geht. Auf der Hochfläche hält man sich rechts, bis man zu dem ehemaligen Zangentor kommt. Dort folgt man dann der Ausschilderung Keltenweg (rote 2).
Ringwallanlage Buchberg

Genauer Standort
Google: 49.2445,11.428471 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File

Januar 2013

September 2011




 
Erstellt 17.09.2011 | Letztes Update 26.03.2013 | 4307 Aufrufe