Wallanlage Sulzbürg

Der Schlossberg Sulzbürg war bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt und Metallfunde dokumentieren das auch in der Bronzezeit (ca. 1800 – 800 v. Chr.) und in der Eisenzeit (ab 800 v. Chr.). Erst gab es die Burg Nieder-Sulzbürg dort, wo man jetzt das Pandurenloch findet, die aber abgerissen wurde, um das Schloss Ober-Sulzbürg zu bauen. Reste davon findet man noch in der Wallanlage.

Der gesamte Schlossberg ist ein sehr beeindruckender Ort. Mächtige Bäume strecken sich dem Himmel entgegen, tiefe Wälle zeigen die Wehrhaftigkeit und  man spürt, warum dieser Ort seit Tausenden von Jahren bereits besiedelt ist.

Geschichte
5000 vor Christus
Sulzbürg kann auf eine 5000jährige Geschichte zurückblicken. Zahlreiche (im Landl- museum gesammelte) Fundstücke weisen auf eine Besiedlung des Schlossbergs seit der Jungsteinzeit hin. Metallfunde dokumentieren auch Bronzezeit (ca. 1800-800 vor Christi Geburt) und Eisenzeit (ab 800 v. Chr.). Ein Ringwall (Rest einer Steinmauer) auf dem nahen Schlüpfelberg diente als Schutz vor Feinden.

1217 nach Christus
Erst nach Christus tritt Sulzbürg als Ort auf. Ein Dorfadelsgeschlecht aus dem nahegelegenen Wettenhofen wird vom Kaiser mit Sulzbürg und Umgebung belehnt (von leihen). Die nunmehrigen Ritter von Sulzbürg errichten Burg Nieder-Sulzbürg und sorgen in ihrem Herrschaftsbereich für Recht und Ordnung.

1353
Kaiser Karl IV. (König von Böhmen) bestätigt und bekräftigt erneut Lehen und Verwaltungsauftrag. Die Herren von Sulzbürg, die sich bald „von Wolfstein“ nennen, beginnen daraufhin mit dem Neubau des Schlosses Ober-Sulzbürg.

1522
Die Bedeutung des Geschlechts der Herren von Wolfstein auf Ober-Sulzbürg erfährt eine Aufwertung durch die Ernennung zu Freiherrn.

1561
Die Freiherrn nehmen das evangelisch-lutherische Bekenntnis an (Reformation 1517), die Bevölkerung folgt ohne Zwang.

1618-1648
Der 30jährige Krieg verschont weder Bevölkerung noch Schlossherren. Man nimmt an, dass etwa 80% der Häuser und Bauernhöfe im Ort und im Umland verödeten. Der Freiherr erlebt Schlossbrand und Gefangennahme.

1658
Evangelische Glaubensflüchtlinge (Exulanten) aus dem Ländchen ob der Enns in Österreich finden Aufnahme und Gelegenheit, auf den verödeten Hofstellen eine neue Existenz zu gründen. Sie nennen ihre neue Heimat „Landl“. Diese Bezeichnung wird bis in unsere Zeit von der älteren Generation immer noch für das Land um Sulzbürg, das ehemalige Territorium der Grafen von Wolfstein, verwendet.

1673
Das Geschlecht der Wolfsteiner auf Sulzbürg, das neben Burg Wolfstein bei Neumarkt inzwischen noch Burgen in Allersberg und Pyrbaum besitzt, erfährt eine weitere Bedeutungssteigerung von Kaisers Gnaden: die Ernennung zu Reichsgrafen.

1806
Infolge unvorhersehbarer Umstände bei Renovierungs- und Umbauarbeiten wird das Schloß Ober-Sulzbürg baufällig und als Steinbruch verkauft.

(Quelle: Suzlbuerg.de)

Anfahrt
In Sulzbürg parkt man an der Straße „Hinterer Berg“ und läuft dann die Engelgasse hinauf. Dann biegt man auf den Pointweg ab und läuft den Berg bis zum Ende der geteerten Straße hinauf. Dort ist das Pandurenloch ausgeschildert und links stehen die beiden Kirchen deutlich sichtbar. Um den Berg verläuft dann die Wallanlage.

Genauer Standort
Google: 49.183197,11.408325 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File




 
Erstellt 10.03.2011 | Letztes Update 13.03.2011 | 5206 Aufrufe