Grabkirche „St. Peter und Paul“

Die Heilig-Grabkirche stammt aus der Zeit zwischen 1338 und 1360. Der Bau der Kirche begann vermutlich an der Stelle einer zuvor zerstörten jüdischen Synagoge. Im Jahr 1361 wurde die Kirche geweiht. Ab diesem Zeitpunkt rechtfertigte die Kirche die Zerstörung der Synagoge sowie den Mord an der jüdischen Bevölkerung nachträglich mit einem angeblichen vorausgegangenen jüdischen Hostienfrevel. Diese Rechtfertigung wurde damit in einen direkten Zusammenhang mit dem Kirchenbau gebracht.

Der Name „Grabkirche“ rührt von einer Grube in der Kirche, in der die geschändeten Hostien in einem Brunnen aufgefunden worden sein sollen. Die zehn „Hostien“ wurden in einem Kultgefäß gelagert und ausgestellt. In der Folgezeit entwickelte sich die Wallfahrt „Deggendorfer Gnad“, die erst 1992 eingestellt wurde.

Der von Johann Gunezrhainer geplante und von Johann Michael Fischer erbaute Kirchenturm wurde im Jahr 1727 vollendet. Er gilt als einer der schönsten Barocktürme Süddeutschlands.
(Quelle: RegioWiki)

Anfahrt
In der Stadtmitte Deggendorfs befindet sich die Grabkirche am südlichen Ende des Luitpoldplatzes (Marktplatz).

Genauer Standort
Google: 48.831716,12.962707 (Anleitung)




 
Erstellt 03.08.2013 | Letztes Update 03.08.2013 | 1702 Aufrufe