Kapellenruine „Zum Heiligen Baum“

Die Kapellenruine „Zum Heiligen Baum“ wird erstmalig 1480 in einer Notiz über eine Kirchenvisitation durch das Bistum Eichstätt erwähnt. Wegen der Bezeichnung „Heiliger-Baum“ glaubt man, hier hätte bereits eine vorchristliche Kultstätte bestanden. Diese ist aber durch keinerlei Funde oder andere Hinweise belegt.

Der einschiffige, spätgotische Bau ist sicherlich viel älter, nachdem die erste direkte urkundliche Erwähnung – in Zusammenhang mit einem dort begangenen Verbrechen – in das Jahr 1508 datiert und schon damals von der „Kapellenruine“ die Rede war. Heute sind von dem Bau nur noch die bis zu fünf Meter hohen Umfassungsmauern, das Portal und ein spitzbogiges Fenster übrig.

Nach den Aufzeichnungen des Pommelsbrunner Pfarrers Johann Otnet im Jahre 1649 wurde sechsmal jährlich Gottesdienst in der Kapelle abgehalten: am Mittwoch in der Kreuzwoche, am letzten Feiertag zu Ostern, am anderen Pfingsttag, an Jacobi, an Sankt Leonhard und am Thomastag.

Noch heute ziehen am Sonntag vor Jacobi nach genau festgelegtem alten Brauch Pfarrer und Gemeinde in langer Prozession unter den Klängen des Posaunenchors zur Kapellenruine. Seit dem 14. Jahrhundert wird zum gleichen Termin die Arzloher Kirchweih gefeiert.

Anfahrt
Aus Richtung Pommelsbrunn kommend fährt man nach Arzlohe hinein, biegt dort auf der Hauptstraße fahrend scharf links ab und fährt direkt auf einen großem (Gemeinde)Grill zu. Dort parkt man. Dann geht man schräg links an dem Grill vorbei und hält sich auf dem Feldweg rechts, wobei die Ruine dort bereits ausgeschildert ist.

Genauer Standort
Google: 49.483635,11.514305 (Anleitung)




 
Erstellt 02.05.2013 | Letztes Update 02.05.2013 | 2768 Aufrufe