Donaudurchbruch – Tief im Keltenland

Zwischen dem Frauenberg und dem Michelsberg liegt donauabwärts von Weltenburg, der beeindruckende Donaudurchbruch. Auf dem Wurzberg liegt -neben dem Wolfgangswall– auch noch der Keltenwall bei Arzberg und ein paar Kilometer entfernt, die Viereckschanze bei Holzharlanden. Auf der anderen Seite, dem Michelsberg, befand sich eines der größten bekannten Oppida Europas -Alkimoennis-. Hier sind noch zwei Keltenwälle (Beitrag „Innerer Keltenwall“) und eisenzeitliche Erzschürfstellen deutlich zu sehen. Mitten in dieser von Kelten geprägten Gegend befindet sich der mystisch und geheimnisvoll anmutende Donaudurchbruch.

Geschichte
Den Donaudurchbruch hat die Menschen schon zu allen Zeiten angezogen, angefangen von den frühen Tagen der Menschheit. Im nahen Altmühltal, nur eine kleine Strecke vom Donaudurchbruch entfernt, wurde das Skelett eines Höhlenmenschen, der vor 50.000 Jahren lebte, gefunden. Eben an dieser Stelle fand man auch eines der ältesten Kunstwerke Deutschlands: ein handtellergroßes Stück Elfenbein, in das ein Mammut geritzt ist. Sicher ist, dass von der Mittelsteinzeit an das Durchbruchstal bewohnt war. In der Jungsteinzeit war auf dem Arzberg, Weltenburger Enge bei Kehlheim dem heutigen Frauenberg über dem Kloster Weltenburg, ein reges menschliches Leben.

Als die Bronze durch das Eisen verdrängt wurde, brach für diese Landschaft eine bedeutende Zeit an; denn das Eisen lag hier als Sumpf- oder Rasenerz in den Wäldern. Die Kelten erwiesen sich als gute Bergleute und bauten hinter gewaltigen Schutzwällen unmittelbar über der Donau ein frühes Industriegebiet auf, von dem man heute auf Schritt und Tritt noch Spuren findet. Hier in den Wäldern erheben sich -wie bereits erwähnt- noch Hügelgräber und keltische Viereckschanzen; hier wurde „das Weltenburger Stierl“, eine keltische Bronzefigur, gefunden.

In nächster Nähe des Durchbruchs hatten die Römer ihr Kastell Abusina errichtet, das heute in den Grundmauern noch sehen ist und vom Hadrianstein ab, lief der römische Grenzwall Limes durch das Land dem Rhein zu.

Anfahrt
Die beste Anreise ist (aus meiner Sicht) von Kloster Weltenburg aus. Von dort geht es dann mit einem kleinen Motorboot aus flußabwärts oder zu Fuß auf der Seite des Michelsberg.

Genauer Standort
Google: 48.898615,11.828985 (Anleitung)

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Mai 2012

Oktober 2011

Mai 2011




 
Erstellt 04.06.2011 | Letztes Update 17.04.2013 | 5036 Aufrufe