Umgebung der Tropfsteinhöhle Schulerloch

Die Felszinnen entlang der Altmühl sind Riffbildungen des warmen Jura-Meeres, das sich hier vor 150 Millionen Jahren ausbreitete. Der massive Eindruck der Felsen täuscht jedoch: oft sind die Felsen von großen Hohlräumen durchsetzt. In der bereits zur Steinzeit vom Menschen genutzten Höhle „Schulerloch“ können während der warmen Jahreszeit Tropfsteinbildungen bewundert werden. Im Winter ist die Höhle ein wichtiger Überwinterungsplatz für bedrohte Fledermaus-Arten.

Auf dem sonnseitigen Altmühl-Einhang wächst ein fast geschlossener Kalk-Buchenwald. An den felsigen Stellen ist die Buche dagegen chancenlos: ihr reicht das Wasser nicht. Dort steht stattdessen ein einzigartiger, schütterer Waldtyp: der „Steppenheidewald“. Weil die Sträucher und die krüppeligen Eichen kein schattig-dichtes Laubwerk ausbilden, gibt es hier eine Fülle von Krautern und Gräser, die an die zeitweise hohen Temperaturen und den Wassermangel des Standortes angepaßt sind. Die Pflanzen dieser Extremstandorte können sich nach einer Schädigung kaum mehr erholen und bedürfen deshalb in besonderer Weise des Schutzes. Dazu dient das Wegegebot bzw. das Kletterverbot innerhalb des Naturschutzgebietes.

Umgebung Tropfsteinhöhle Schulerloch

Anfahrt
Von Altessing kommend, befindet sich der Parkplatz für das Schulerloch nach 800 m auf der linken Seite, von Kelheim kommend nach 4 km auf der rechten Seite. Genauso wie der Weg von dort zur Höhle, ist der Parkplatz bestens ausgeschildert. (Für Plan auf Bild klicken)

Genauer Standort
Google: 48.928524,11.819376
(Wie funktioniert das? Anleitung)




 
Erstellt 03.08.2010 | Letztes Update 17.01.2014 | 4148 Aufrufe