Die Blutrinne bei Hechlingen

Die „Blutrinne“ bei Hechlingen am See, ein eineinhalb Meter lange und 30 Zentimeter breiter Stein, wird mit einem keltischen Heiligtum in Verbindung gebracht Der Sage nach sollen hier Menschen geopfert worden sein. Der Stein ist in der Tat etwas Besonderes und wenn er wirklich schon seit vielen Jahrhunderten so aussah, kann man das mit der Opferstätte glauben. Er ist auf jeden Fall sehr beeindruckend und wenn man dort zur Ruhe kommt, auch kraftvoll. Eventuell stört nur der Lärm des angrenzenden Motorrad-Parks…

Geschichte
In einer Quelle aus dem 18. Jahrhundert heißt es: „Es war dieser Tempel, dessen Umfang noch ganz deutlich zu erkennen ist, oval rund gebaut. Zu sehen war noch der mit einem Graben umgebene Grund und drei von acht senkrecht stehenden Steinen, die den aufgelegten Opferstein getragen haben Dieser war zehn Schuh lang und vier Schuh breit mit einer ausgehauenen Rinne. Darunter befand sich ein tiefes Loch oder eine Höhle, in die das Blut der geopferten Menschen ablief.

Die Sage weiß von recht grausamen Opferriten zu berichten. Fest steht, dass unter dem Hechlinger Pfarrer Johann Michael Heller (1719 bis 1736) diese „Relikte des Heidentums“ größtenteils abgetragen und für andere Bauten verwendet wurden.

Video
Video der Blutrinne bei Hechlingen

Anfahrt
Wenn man von Hechlingen am See in Richtung Ursheim fährt, kommt in einer Rechtskurve die Einfahrt zu einem Enduro-Park. Dort parkt man und geht rechts am Eingangstor vorbei; immer dem Zaun entang. Wenn dieser Zaun aufhört und links nach oben verläuft, folgt man ihm den Berg hinauf. Wenn er wiederum aufhört, folgt man ihm erneut. Man folgt dem Zaun und fast ganz oben auf der Hochfläche liegt die Blutrinne (immer am Zaun bleiben!).

Genauer Standort
Google: 48.95839,10.736496 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File




 
Erstellt 03.04.2011 | Letztes Update 03.04.2011 | 5239 Aufrufe