Kelsbachquellen

Der Kelsbach wird von fünf unterschiedlichen Quellen gespeist, von denen vier -unspektakuläre- nahe Oberdolling entspringen – die beeindruckende Hauptquelle dagegen entspringt in Ettling. Die Nähe der Quelle zur Donau und zu den Nibelungenlied (entstanden um 1200 nach Chr.) genannten Übergängen Pförring (XXI. Aventiure) und Großmehring (XXVI. Aventiure) lassen den Schluss zu, dass es sich bei der Kelsbachquelle um den im Nibelungenlied erwähnten „schönen Brunnen“ handelt, an dem Hagen Wassernixen trifft.

Die Quelle in Ettling befindet sich an einem wunderbaren und abgeschirmten Platz. Trotz der nahen Bundesstraße liegt die Quelle abgeschieden und man kann dort die Kraft des Wassers spüren. Aber auch die Wasserburg, den der Kelsbach als Halsgraben umfließt, hat etwas Geheimnisvolles an sich!

Geschichte
Der Kelsbach wird von fünf unterschiedlichen Quellen gespeist, von denen vier -unspektakuläre- nahe Oberdolling entspringen. Die beeindruckende Hauptquelle dagegen entspringt in Ettling. In dem Ettlinger Quelltopf befinden sich mindestens zwei Quellen. Die eine führt Schwefel, welcher weiße Ablagerungen hervorruft, die andere Jod mit blaugrauen Spuren am Teichgrund.

Nicht weit entfernt liegt auf einer künstlich angelegten Insel eine Wasserburg, die durch Ableitung des Kelsbaches entstand. Der Ritter Oettilo hatte die Festung im 11. Jahrhundert errichtet, und nach ihm wurde der Ort Oettling genannt, das heutige Etting. Weitere, kleine Quellen treten im weiherartigen Halsgraben hervor. Der quadratische Burgbergring ist noch 4-6 m hoch. In der Südweststrecke hat sich ein gewölbter Keller erhalten und ihr gegenüber lag die Burgkapelle von St. Peter.

Die Nähe der Quelle zur Donau und zu den im Nibelungenlied (entstanden um 1200 nach Chr.) genannten Übergängen Pförring (XXI. Aventiure) und Großmehring (XXVI. Aventiure) lassen den Schluss zu, dass es sich bei der Kelsbachquelle um den im Nibelungenlied erwähnten „schönen Brunnen“ handelt; an dem Hagen Wassernixen trifft. Er raubt ihnen ihre Kleider und zwingt sie dadurch, den Nibelungen die Zukunft zu künden und einen Fährmann zum Übersetzen über die Donau zu verraten.

Zu jenen Zeiten haben die Kelsbachquellen die Aufmerksamkeit der Anwohner gefunden. Die Kelten, die mit zu den ersten Siedlern gehörten und ein mythisches Verhältnis zu Bächen und Quellen besaßen, hatten hier ein Heiligtum. Ihre Priester, die Druiden, verkündeten an diesem Wasser die Geheimlehre.
Die Römer übernahmen die Überlieferung und errichteten ihrerseits einen Kultplatz. Sie übertrugen auch den Namen des Baches auf ihr zum Schutz des Donauübergangs angelegtes Kastell und nannten es Celeusum. Der Name blieb erhalten. Das Gebiet um Pförring wurde zum Kelsgau und die Stadt an der Altmühlmündung heißt noch heute Kelheim.

Link
Geschichte Ingolstadt: Kelsbachquellen

Anfahrt

Genauer Standort
Google: 48.822293,11.600661 – Quelle 1
Google: 48.824638,11.615682 – Quelle 2
Google: 48.852178,11.586971 – Quelle 3
Google: 48.855285,11.600018 – Quelle 4
Google: 48.819185,11.658726 – Quelle 5
(Anleitung)




 
Erstellt 16.08.2011 | Letztes Update 25.10.2012 | 4449 Aufrufe