Quelle der Schutter

Bei Wellheim befindet sich am Fuss des Galgenbergs die Quelle der Schutter. Der Name Schutter leitet sich aus dem keltischen „scutar-a“ ab, was für ein schlammig-sandiges Gewässer steht. Sie fließt durch das Wellheimer Trockental nach Ingolstadt und dort dann in die Donau.

Die Quelle der Schutter ist ein kraftvoller Ort, an dem es sich prima aushalten lässt. Und wenn man schon mal dort ist, sollte man sich unbedingt auch noch den Galgenberg ansehen, an dessen Fuß die Quelle liegt.

Infos
Früher vor ca. 200 000 Jahren floss die Donau von Süden nach Norden durch das Urdonautal. Durch eine zweimalige Anzapfung – Schutter und Neuburger Fluss – kam sie in der vorletzten Eiszeit in ihr heutiges Tal.

Nun fließt das Wasser der Galgenberg-Quelle nach Süden bis zum Schutterberg bei der Feldmühle. Dort biegt es nach Osten ab und gelangt durch die enge Anzapfungsstelle ins uralte Schuttertal. Bis zur Sächenfartmühle hat sich die Menge des Wassers erheblich vermehrt, so dass ein laufender Zufluss anzunehmen ist. Das Wasser beim Galgenberg kommt aus großer Tiefe aus den Karst. An vielen Stellen kann man ein derartiges Hochsteigen hier an der südlichen Jurakante beobachten.

Zwischen Meilenhofen und Nassenfels fließt die Schutter am Speckberg und der Speckmühle vorbei. An Buxheim vorbei fließt die Schutter nun durch Dünzlau und kommt hier ins weit ausgedehnte Ingolstädter Becken im Donautal. Das Moor im Schuttertal ist durch den etwas tiefer liegenden Schutterkanal entwässert worden. Dessen Wasser wird nun durch den Ludlgraben in die Donau geleitet.

Die Schutter selbst fließt westlich von Ingolstadt an der Riss-Terrasse entlang zur Stadt. Früher hat sie die Stadt durchquert und mündete beim Neuen Schloss in die Donau. Nun endet sie im Künettegraben im Glacis und wird bei der Glacisbrücke in die Donau geleitet.

Sage
Am Teich ein hübscher Jüngling sitzt
Nachdenklich blickt er hinein
Das Wasser wellt sich sanft im Wind
Einsamkeit hält ihn dort fest

Ein schöner Morgen zieht heran
Fröstelnd umhüllt er die Knie
Die Sonne wärmt ihn langsam auf
Sehnsucht nach Liebe erwacht

Da plötzlich teilt das Wasser sich
Fließend entsteht ein Gesicht
Es eilen Wellen schnell hinweg
Auftauchend formt sich ein Weib

Halb Mensch, halb Fisch erscheint sie ihm
Wundersam trifft ihn ihr Blick
Die Lippen rot, die Augen blau
Haare wie Algen vom Grund

Sie reicht die Hände ihm ganz sanft
Schauer durchrieseln ihn heiß
Die Lippen treffen ihn zum Kuss
Kraftlos verfällt er der Maid

Sie hüllt ihn ein mit feuchter Glut
Liebe verwischt seinen Sinn
Vereint versinken sie im Teich
Schmelzend, vergehend im Nass

(Quelle: Kurt Scheuerer)

Anfahrt
Von Wellheim kommend biegt man nach dem Ortsende in der scharfen Linkskurve rechts ab und fährt die Allee bis zum Galgenberg und biegt dort rechts ab. Am Ende der Straße befindet sich die Quelle der Schutter. (Für Plan auf Bild klicken)

Genauer Standort
Google: 48.828248,11.089658 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File

Bilder Februar 2011

Bilder August 2010




 
Erstellt 10.08.2010 | Letztes Update 26.03.2014 | 4342 Aufrufe