Römerkastell Celeusum Pförring

Um Christi Geburt unternahmen die Truppen des Kaisers Augustus 15 vor Christus einen Feldzug, durch den das Alpenvorland erobert und dem Römerreich eingegliedert wurde. Auch der Raum Ingolstadt geriet damals bis an die Donau unter römischen Einfluss. Die Donau wurde als Grenzfluss mit einer Kette von Kastellen ausgestattet, so dass der Fluss nicht mehr unbeobachtet überschritten werden konnte. Das Kastell Celeusum bei Pförring war einer dieser Truppenstützpunkte.
Der Ortsname „Celeusum“ leitet sich von einem einheimisch-keltischem Gewässernamen ab, auf den auch die Bezeichnung „Kelsbach“ für den Bach, der am Kastellgelände vorbeifließt, zurückgeht. Trotz seiner knapp 4 Hektar Ausdehnung und seiner strategisch guten Lage ist das Kastell übersieht man das Kastell doch gerne, wann man daran vorbeifährt.

Der Weg zu den verwunschenen Quellen geht über die Straße, die am Kastell Celeusum vorüberführt. Als Plattform hebt es sich auf einem den Kelsbach beherrschenden Hügel ab. Zwei Jahrhunderte hat es standgehalten, dann vernichteten die Alemannen die Festung. Alsbald machten sich die umliegenden Orte daran, die Steine abzutragen. Dann wusste niemand mehr etwas von der Existenz der römischen Anlage. Erst 1823 wurde das Kastell wiederentdeckt.

An der Nordwestseite befindet sich eine Art Keller, der (hinter der Tür) steil in den Boden abfällt. Es wäre interessant zu wissen, was sich in diesem nachträglich eingebauten Gewölbe verbirgt. Das ganze Gelände des Kastells ist geschichtlich sehr beeindruckend, wenn man sich in der Geschichte knapp 2.000 Jahre zurück versetzt.

Link
Römerkastell Celeusum

Anfahrt
Auf B 299 fährt man von Osten (Neustadt a. d. Donau) kommen an Pförring vorbei. Die Straße macht dabei eine deutliche Rechtskurve den Berg hinauf; das Kastell liegt rechts zurückgesetzt. Parken kann man rechts auf einem abgehenden Feldweg, noch bevor links die nächste Abzweigung nach Ettling abgeht.

Genauer Standort
Google: 48.81862,11.682315 (Anleitung)
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Erstellt 15.08.2011 | Letztes Update 16.08.2011 | 5867 Aufrufe