Jordangruft in Dötting

Im Pförringer Ortsteil Dötting befindet sich auf dem Spitzelberg ein kleines, unscheinbares Gebäude, die Jordangruft. Dort befinden sich seit dem 19. Jhd. fünf mumifizierte Leichen in ihren Särgen.

Bei den Toten handelt sich um den letzten Hofmarkherrn vom nahe gelegenen Schloss Wackerstein, Friedrich Wilhelm Freiherr von Jordan, dessen Ehefrau Violanda, Gräfin von Sandizell, ihre Kinder Karolina und Max sowie einen Freund der Familie, Graf Heinrich LII. Reuß zu Köstritz. Von Jordan, ein Kammerherr von Bayernkönig Maximilian I, war zeitweise Besitzer des nahe gelegenen Schlosses Wackerstein und der Hügel, auf dem die Gruft steht. Sie waren zwischen 1816 und 1860 gestorben. Weitere Informationen zur Geschichte finden sich im Artikel »Zeugen der Vergangenheit.

Am 22.07.2012 wurden die fünf Mumien von Dötting nach einem Gottesdient in einem Festzug in ihre kleine Gruft gebracht. Dort waren die geöffneten Särge für wenige Stunden zu besichtigen, um dann am Abend für immer geschlossen zu werden und auch die Gruft wird nie mehr zu besichtigen sein.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich diesen Beitrag schreibe oder nicht. Da ich ein starkes regionales Interesse an Geschichte habe und definitiv keine Möglichkeit mehr besteht, die Gruft zu betreten und die Mumien zu sehen, habe ich mich für eine Veröffentlichung entschieden. Damit ist es ein Zeitdokument!

Links
»Eine vergessene Gruft und ihr Geheminis

Anfahrt
Auf der ST 2232 zwischen Großmehring und Pförring folgt man direkt im Ort Wackerstein der Ausschilderung nach Dötting. Die zweite Straße fährt man schräg links nach Dötting. Dort parkt man und geht den Hügel zur Kirche Hl. Dreifaltigkeit hinauf. Hinter der Kirche geht man links am Hügel entlang zu einer Baumgruppe, in der versteckt die Gruft liegt.

Genauer Standort
Google: 48.796906,11.665893 (Anleitung)




 
Erstellt 23.07.2012 | Letztes Update 01.11.2012 | 5632 Aufrufe