Schellnecker Wände

Völlig unscheinbar liegen die geradezu monumentalen Schellnecker Wände gegenüber von Altessing. Dichter Wald verbirgt die senkrechten  und sehr beeindruckenden Felsen, die vor Jahrtausenden von Jahren entstanden sind. Das sieht man besonders gut in dem kurzen Video. Bei den Schellnecker Wänden handelt es sich um drei Felsgruppen; den Schellneck-Pfeiler, den Schellneck-Kopf und die Schellneck-Wand.

Zwischen dem Schellneck-Pfeiler und der Wand befindet sich unterhalb ein kleines Plateau, auf dem es sich gut zur Ruhe kommen lässt, ein kraftvoller und lichtdurchfluteter Platz. Wenn man sich weiter der Schellneck-Wand nähert, fällt einem sofort der haushohe Felskeil auf, der ungeachtet seiner Größe und seines Gewichts geradezu lässig an der Felswand lehnt. Auch dort spürt man die Kraft der Natur und ist beeindruckt, wie der Keil wohl dort hingekommen ist.

Der Opferplatz von Schellneck
Urnenfelderzeit 13. – 8. Jh. vor Chr. Am Fuße der Schellnecker Wand bei Altessing stieß man bei Ausgrabungen auf eine starke Scherbenkonzentration von 7 x 5 m Ausdehnung, bis zu 60 cm tief in den Boden reichend. Derartige Anhäufungen von Keramikfragmenten, die oft mehrere Hundert Gefäße enthalten, finden sich in den Alpen und im Voralpenland des Öfteren. Da sie auch oft mit verbrannten Knochen durchsetzt sind, meist an markanten Stellen liegen, deutet man sie als Opferplätze, an denen Kulthandlungen an eine unbekannte Macht stattgefunden haben dürften.

Die Schellnecker Wände sind bei Sportkletterern wegen ihrer Schwierigkeitsgrade bekannt; die schwierigsten Routen haben 10/ 10+. Deswegen kann es ab Juli sein, dass man Kletterer dort antrifft und man den Felsen nicht mehr für sich hat. Davor sind die Felsen wegen dem Brüten von Raubvögeln gesperrt.

Video
Video „Schellnecker Wand“

Anfahrt
Von Altessing überquert man die Donau in Richtung Neustadt a. D. auf der KEH 5. Gleich nach der Brücke biegt man links in Richtung dem ausgeschilderten Heidenstein ab. Nach ca. 200 m folgt man der Rechtskurve, bis sich die Straße gabelt. Man nimmt den rechten Feldweg und fährt bis zu einem Parkplatz, der nach ca. 1 km kommt. Dort parkt man und läuft den Weg weiter, bis man zu den Wänden kommt.

Genauer Standort
Google: 48.924461,11.81294 (Anleitung)
Google Earth: Download KMZ-File
GPS-Daten: Download GPX-File




 
Erstellt 22.05.2011 | Letztes Update 22.03.2013 | 3807 Aufrufe