Steinerne Stadt und die „Zwei Brüder“

Es liegen hier mächtige Felsmassive des Weißen Jura vor, die stark von Klüften untergliedert sind. Dadurch bietet sich für den Betrachter der Eindruck einer Stadt mit einzelnen Gebäuden und Türmen.

Eine häufige Erscheinung in der Steinernen Stadt sind die so genannten Pilzfelsen. Die hier sichtbaren „Zwei Brüder“ sind ein typisches Beispiel dafür. Die Grundlage für die Bildung der Pilzfelsen wurde schon bei der Ablagerung der Gesteine im Jurameer gelegt. Bei der Entwicklung der damaligen Schwammriffe haben sich die Wachstumsbedingungen häufig geändert.

Die oberste Schicht der Felsen besteht vorwiegend aus hartem dolomitischem Riffkalk. Darunter liegen weichere mergelreiche Schichten, die der Verwitterung schneller zum Opfer gefallen sind als die harten Deckschichten. Es entstand so die typische kopfartige Form der Felsen. Im Gestein der dünneren „Hälse“ sieht man linienförmig eingelagerte Kieselkonkretionen, so genannte Hornsteine. Diese sind extrem verwitterungsbeständig – aber nicht ihre mergelreiche Umhüllung. Bei der Verwitterung der mergeligen Gesteinsschichten werden die Homsteinknollen freigelegt und es entstehen gleichzeitig die „Hälse“ an den Felstürmen.

Meine Empfehlung
Die beste Zeit eines Besuchs dürften touritisch untypische Zeiten wie sehr früh oder spät am Tag sein, wenn keine Wanderer oder Kletterer unterwegs sind. Dabei lohnt es sich, durch die gesamte Steinerne Stadt zu gehen und sich die unzählge Felsmassive, Schlupflöcher oder die naturbelassene Flora zu bestaunen.

Anfahrt
In Krottensee (auf der LAU 17 fahrend) folgt man der Wegweisung zur Maximiliansgrotte, an der man aber vorbei fährt. Nach ca. 1600 m auf dem geschotterten Waldweg kommt man an einen rechts im Wald liegenden Parkplatz, wo man auch parkt. Dann geht man auf der gegenüberliegenden Seite den Berg hinauf und kommt direkt an die Felsen „Zwei Brüder“. Dahinter liegt dann die Steinerne Stadt.

Genauer Standort
Google: 49.63473,11.604756 (Anleitung)
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Erstellt 27.05.2013 | Letztes Update 27.05.2013 | 2369 Aufrufe